Wir können Gesundheit

Der richtige Umgang mit dem Vergessen

Weiterbildung zum Demenzbeauftragten in der St. Elisabeth Gruppe

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 05.07.16

lec54172_pressefoto_demenzbeauftragteMit dem demografischen Wandel steigt auch die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen. Auch in den Krankenhäusern macht sich dieser Anstieg bemerkbar. Neben den akut zu behandelnden Erkrankungen, leiden viele ältere Patienten auch an Demenz – das stellt das Pflegepersonal vor besondere Herausforderungen. Daher bildet das Bildungswerk e.V. der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr Krankenpflegerinnen und -pfleger zu Experten auf diesem Gebiet aus. Die ersten Demenzbeauftragten wurden nun verabschiedet.
Mit der Weiterbildung „Der alte Mensch im Krankenhaus“ und den geriatrischen Schulungen legt die St. Elisabeth Gruppe schon länger den Fokus gezielt auf die immer älter werdende Gesellschaft. Denn Demenzerkrankte stellen die Mitarbeiter auf den Stationen vor besondere Herausforderungen. Vergesslichkeit, Sprachprobleme, zeitliche und räumliche Orientierungslosigkeit, aber auch Unverständnis für die Behandlung sind einige der Symptome. „Der ‚normale‘ Pfleger muss sich in erster Linie um die akute Erkrankung kümmern, die Demenz ist dann noch zusätzlich vorhanden“, erläutert Axel Böttcher, Pflegedienst- und Einrichtungsleiter des Gästehauses St. Elisabeth und des Rheumazentrums Ruhrgebiet. Als Projektleiter hat er gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Fortbildung zum Demenzbeauftragten der St. Elisabeth Gruppe entwickelt.

11 Gesundheits- und Krankenpfleger haben im Frühjahr mit der Schulung begonnen und die Qualifikation nun erfolgreich abgeschlossen. Dafür mussten sie mindestens 200 Stunden Unterricht zum Thema absolvieren. „Jeder Gesundheits- und Krankenpfleger der St. Elisabeth Gruppe kann daran teilnehmen. Ziel ist es, in jedem Haus und auf jeder Station einen Demenzbeauftragten zu haben“ so Lehrgangsleiterin Silke Mattelé. Die Demenzbeauftragten pflegen und unterstützen den Erkrankten vorwiegend, sie berücksichtigen die Biografie und wirken durch spezielle kommunikative und pflegerische Maßnahmen deeskalierend. Sie können auch spezielle Beschäftigungsangebote initiieren und auf der Station umsetzen sowie Kollegen und Schüler bei dem Umgang mit Demenzerkrankten anleiten.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Fortbildung zum Demenzbeauftragten geben, um so das Ziel, Experten flächendeckend einzusetzen, Schritt für Schritt zu erreichen.

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