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Ärzteaustausch soll weiter wachsen

Enge Kooperation mit Griechenland

am Donnerstag, 8. Juni 2017

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Treffen griechischer Ärzte

Treffen griechischer Ärzte

riechische Ärzte stellen die größte Gruppe ausländischer Ärzte in Deutschland. Auf Einladung des Landesgesundheitsministeriums, der Ärztekammern und der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen KGNW traf sich ein Teil von ihnen jetzt im Knappschaftskrankenhaus Dortmund zu Austausch und Kontaktpflege.
Zum zweiten Mal hatten die Akteure, die seit Jahren gemeinsam den Einsatz griechischer Ärzte in NRW fördern, zu einem solchen Treffen eingeladen. Nicht von ungefähr war das Klinikum Westfalen vor drei Jahren wie auch jetzt der Gastgeber. Hauptgeschäftsführer Andreas Schlüter schilderte bei der Begrüßung der Gäste eigene Aktivitäten des Klinikums Westfalen bei Anwerbung und Begleitung griechischer Ärzte und berichtete über gute Erfahrungen im Umgang mit diesen Mitarbeitern.

Dass die Kooperation vor allem mit der Ärztekammer in Nordgriechenland keine Einbahnstraße ist, unterstrichen die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium des Landes, Martina Hoffmann-Badache ebenso, wie der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, und Jochen Brink, Präsident der KGNW. Martina Hoffmann-Badache stellte klar, es sei ganz wichtig, dass beide Seiten profitieren. Meist kommen junge Ärzte aus Griechenland für sechs oder acht Jahre nach NRW, helfen hier den Ärztebedarf zu decken und bilden sich zugleich beruflich weiter. Ein Teil von ihnen geht dann zurück und nimmt Kenntnisse über medizinische Innovationen und spezialisiertes Fachwissen mit in die Heimat, so Jochen Brink. Die Wurzeln dafür reichen weit zurück. Dr. Theodor Windhorst: „Medizin ist etwas das uns verbindet über Hunderte von Jahren“.

Auch der Generalkonsul von Griechenland in Düsseldorf, Grigorios Delavekouras blickte in die Zukunft. Es sei eine Basis geschaffen für eine Fortsetzung der guten Kooperation. Zu Wort kamen aber auch junge griechische Ärzte, die den Wechsel nach NRW vollzogen haben. Leicht sei der Einstieg nicht gewesen in einem Land mit anderer Sprache und anderem Gesundheits- und Sozialsystem. Heute seien sie sehr zufrieden mit ihrer Berufstätigkeit in NRW. Und nicht alle gehen zurück. Als Moderator führte Prof. Dr. Georgios Godolias durch den Abend, Ärztlicher Direktor in der St. Elisabeth-Gruppe in Herne.

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