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Medizinerausbildung in Mosambik

Hilfe zur Selbsthilfe

Universität Duisburg-Essen am 12.06.17

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt mit der weltweit größten HIV-Epidemie. Deshalb hat die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) nun ein Doktorandenprogramm ins Leben gerufen, um jungen Mosambikanern eine Promotion im Bereich der HIV-Forschung zu ermöglichen.

Das 2016 gegründete Institut für HIV-Forschung am UK Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Streeck ist international bekannt durch seinen Einsatz zur Entwicklung eines HIV-Impfstoffes. Damit der Kampf gegen AIDS zügiger bei den Betroffenen ankommt, baut Prof. Streeck nun in Kooperation mit dem Nationalen Gesundheitsinstitut von Mosambik ein PhD-Programm auf. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Vorhaben über fünf Jahre mit rund 300.000 Euro.

Rund 1,5 Millionen Mosambikaner – ca. 10 Prozent der Bevölkerung – haben sich bereits mit dem HI-Virus infiziert. 40.000 starben im vergangenen Jahr daran. Das liegt auch daran, dass weniger als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu lebenswichtigen antiretroviralen Therapien hat.

In der Landeshauptstadt Maputo

Neue Hoffnung verbindet sich deshalb mit dem Konzept des neuen Programms: Mit Unterstützung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung bilden die Essener Wissenschaftler in der Landeshauptstadt Maputo einheimische Ärzte in der AIDS-Bekämpfung aus. Dank eines neuen PhD Programms der UDE können junge Nachwuchswissenschaftler die Doktorwürde erlangen. Wissenschaftlicher Partner ist das Instituto Nacional de Saude in Maputo, eine der bestausgestatteten Forschungseinrichtungen des Landes.

In der Graduiertenschule werden die talentiertesten Mediziner des Landes intensiv betreut, um so die medizinischen und wissenschaftlichen Strukturen vor Ort zu etablieren und weiter auszubauen. Das Studium im eigenen Land erleichtert es den Studierenden, ihren familiären Verpflichtungen nachzukommen. So ist es beispielsweise auch Frauen eher möglich, sich an dem Programm zu beteiligen. Die Graduiertenschule startet voraussichtlich im Herbst 2017 mit zunächst drei Studierenden.

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner, geb. Fernau, gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung dient der Förderung medizinischer Wissenschaft und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Die Stiftung fördert satzungsgemäß nur solche Forschungsaufgaben, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sind. Bis heute hat die Stiftung mehr als 1.600 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 270 Millionen Euro gefördert. http://www.ekfs.de

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