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NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am hsg-Stand

Hochschule für Gesundheit am 16.11.17

NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Bildmitte) besuchte am 13. November 2017 auf der Medica den hsg-Stand. hsg-Vize-Präsident Prof. Dr. Thomas Evers (am Tisch links) und Jens Riede, wissenschaftlicher Mitarbeiter der hsg (im Bild rechts), erläuterten das Projekt EPItect.

Auf der Messe Medica in Düsseldorf hat sich NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am 13. November 2017 am Landesgemeinschaftsstand NRW (Halle 3, Stand C80) das Verbundprojekt ‚EPItect‘ erklären lassen. Ziel des Projekts zur pflegerischen Unterstützung epilepsiekranker Menschen durch sensorische Anfallsdetektion, ist die Entwicklung eines nicht-invasiven Sensorsystems, das verschiedene Vitalparameter, die auf einen epileptischen Anfall deuten, erkennt.

Über Nutzen und Anwendungsmöglichkeiten des Sensors informierten Prof. Dr. Thomas Evers, Vize-Präsident der Hochschule für Gesundheit (hsg), und Jens Riede, wissenschaftlicher Mitarbeiter des hsg-Departments für Pflegewissenschaft, am hsg-Stand. Insbesondere erläuterten die Wissenschaftler, welche Expertise die hsg, die als assoziierter Partner in diesem großen Forschungsverbund auftritt, ins Projekt einbringt. „Wir haben im Gespräch mit der Ministerin betont, wie wichtig die Akzeptanz von unterstützenden Gesundheitstechniken sowohl bei den Patient*innen und ihren Angehörigen, als auch bei den Pflegekräften ist. Deshalb ist es für eine erfolgreiche Einführung entsprechend unterstützender Gesundheitstechniken von Bedeutung, dass schon bei ihrer Entwicklung die Nutzerperspektive systematisch mit einbezogen wird“, erklärte Thomas Evers. „Wir freuen wir uns, die hierfür notwendige Expertise auch im laufenden Projekt einbringen zu können.“

Das Verbundprojekt, das im März 2016 startete und über eine Laufzeit von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm ‚Pflegeinnovationen zur Unterstützung informell und professionell Pflegender‘ gefördert wird, koordiniert die Uniklinik für Epileptologie Bonn. Das Konsortium besteht aus sechs Partnern und drei assoziierten Partnern.

„Das Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, wie praktikabel die Anwendung des In-Ohr-Sensors im klinischen Alltag bei Kindern und Jugendlichen ist. Dabei geht es auch darum, welchen Einfluss die technologische Innovation auf die medizinische Behandlungsqualität, das Kommunikationsverhalten, etablierte Pflegeabläufe sowie die Lebensqualität von Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden hat. Unser Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen des Gerätes auf den pflegerischen Alltag und das Kommunikationsverhalten zwischen den Betroffen und den professionell Pflegenden. Im Rahmen des Projektes schauen wir uns als hsg zudem genau an, wie praktikabel der Sensor für Kinder, Jugendliche und deren Eltern ist und welche Erwartungen sie an ein solches Gerät haben“, erläuterte Jens Riede.

Das Sensorsystem soll künftig die Detektion von Anfällen und deren Dokumentation verbessern. Hierdurch könnte der Informationsaustausch zwischen professionell und informell Pflegenden sowie den Patient*innen verbessert werden, was wiederum einen Einfluss auf die Behandlungs- und Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörigen hat.

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