Wir können Gesundheit

Logopädie-Forschungssymposium

Rund 150 Teilnehmer*innen

Hochschule für Gesundheit am 16.02.18

Das 6. Symposium Evidenzbasierte Logopädie an der Hochschule für Gesundheit in Bochum war gut besucht. Foto: hsg

Am 6. Symposium Evidenzbasierte Logopädie des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg) haben am 27. Januar 2018 rund 150 Gäste teilgenommen. „Wir freuen uns über diesen großen Zuspruch und hoffen, dass wir durch weiterhin spannende Referent*innen und Vortragsthemen diesen hohen Zuspruch auch in den kommenden Jahren halten können“, erklärte Dr. Sylvia Costard, Professorin für Kindersprache an der hsg, die die inhaltliche Leitung des Symposiums übernommen hatte.

Das Thema des diesjährigen Symposiums lautet ‚Evidenzbasierte Logopädie im Kontext von Neuro- und Sozialpädiatrie‘. In den Vorträgen am Vormittag wurden einige Ergebnisse der engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Studiengang Logopädie der hsg und der Abteilung Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrie des St. Josef-Hospitals an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum (RUB) dargestellt.

„Es ist uns ein Herzensanliegen, dass Studierende lernen, Theorie, Praxis und auch Forschung im Rahmen der Fallvorstellungen und der Durchführung der logopädischen Diagnostik in der Kinderklinik miteinander zu verbinden“, so Sylvia Costard.

Gleich zu Beginn des Symposiums sandte Prof. Dr. Thomas Lücke, kommissarische Direktor der RUB-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Leiter der Abteilung Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrie des St. Josef-Hospitals, ein persönliches Grußwort per Videobotschaft. Unter anderem arbeitet er aktuell mit Kolleg*innen an der Registerstudie zur Rolando-Epilepsie im Kindesalter. Die Rolando-Epilepsie ist eine Epilepsie, die zu den häufigsten Epilepsieformen im Kindesalter gehört.

Erste Einblicke in die aktuell laufende Registerstudie, gab Helmut Neumann, der Mitautor der Registerstudie ist und als klinischer Psychologe an der RUB-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin arbeitet.

Darauf aufbauend präsentierte Sylvia Costard den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Erwerb der Schriftsprache bei diesen Kindern.

Beate Birner-Janusch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt AVATAR der hsg, stellte aktuelle Erkenntnisse zu sprechmotorischen Störungen bei Kindern mit rolando-typischen Auffälligkeiten in der Elektroenzephalografie (EEG) vor.

Am Nachmittag ging es in einem Vortrag von Dr. Melanie Weinert um das Thema Pädysphagie, also um Schluckstörungen bei Kindern. Melanie Weinert hat das ‚Kölner Dysphagiezentrum‘ gegründet und leitet es.
Anschließend referierte Simon Friede von der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch bei Düsseldorf zum Thema Diagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit Aphasie. Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung zum Beispiel nach einem Schlaganfall.

In einem Workshop von Claudia Herhold, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Logopädie der hsg, erarbeiteten die Teilnehmer*innen das Thema ‚Unterstützte Kommunikation‘. Unterstütze Kommunikation wird bei Patient*innen eingesetzt, die aufgrund von angeborenen oder erworbenen Schädigungen in der Kommunikation schwer beeinträchtigt sind und zum Beispiel über Gesten oder Sprachcomputer erlernen, alternative Kommunikationsformen zu erlernen.

Bianca Kindermans, die in einer Logopädie-Praxis in Hennef arbeitet, hatte in ihrem Vortrag ihre Einzelfallstudie zur Verbtherapie bei frühkindlichen Hirnschädigungen vorgestellt.

Costard: „Wir haben uns darüber gefreut, dass die fachliche Diskussion auch in den Pausenzeiten weiterging. Es fanden viele gute Gespräche zwischen den Kooperationspartnern, unseren Studierenden und Mitarbeitern statt. Die vielen positiven mündlichen und schriftlichen Rückmeldungen erlauben uns zu sagen: Es war ein sehr erfolgreicher Tag!“

Das Organisationsteam des Symposiums bestand aus Sylvia Costard und Dr. Barbara Stumper (Vertretungsprofessorin im Studiengang Logopädie), die die inhaltliche Leitung übernommen hatten und Studiengangskoordinatorin Lina Frels, die die Veranstaltung organisatorisch leitete.

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