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BGW-Gesundheitspreis 2019

Geht an vorbildliche Krankenhäuser in Leer, Wartenberg und Pfronten im Allgäu

BGW – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege am 03.09.19

Die Preisträgerinnen und Preisträger des BGW-Gesundheitspreises 2019. (Foto: BGW/Michael Zapf)

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat den BGW-Gesundheitspreis 2019 in Hamburg vergeben. Mit dem Preis würdigt sie vorbildliches Engagement für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. In diesem Jahr wurden Krankenhäuser und Kliniken ausgezeichnet. Den ersten Preis gewann das Borromäus Hospital Leer in Niedersachsen. Der zweite Preis ging an die Klinik Wartenberg in Bayern. Den dritten Platz belegte die St. Vinzenz Klinik Pfronten im Allgäu, ebenfalls Bayern. Die drei Unternehmen teilen sich das Preisgeld von 45.000 Euro, das für Gesundheitsprojekte verwendet werden kann.

Einen Sonderpreis gab es für die Fachklinik Prinzregent Luitpold aus Scheidegg in Bayern und die Klinik am Rosengarten aus Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen. Sie erhalten Unterstützung für den weiteren Ausbau der Gesundheitsförderung. Insgesamt hatten sich 24 Unternehmen beworben. Verliehen wurde der BGW-Gesundheitspreis während der Eröffnung des Fachkongresses BGW forum 2019. Vom 2. bis 4. September finden über 130 Einzelveranstaltungen mit zahlreichen Praxisbeispielen und Handlungshilfen zum Thema „Gesundheitsschutz in Krankenhaus und Klinik“ statt.

Zu den mit dem BGW-Gesundheitspreis 2019 ausgezeichneten Unternehmen:

  • Das Borromäus Hospital Leer gehört mit rund 660 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in der Region Ostfriesland. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) überzeugte mit systematischem Vorgehen sowie umfassenden Maßnahmen. Die Jury des BGW-Gesundheitspreises 2019 zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie das Unternehmen die Pflege organisiert. Sogenannte „Primäre Pflegepersonen“ tragen die Verantwortung für einen Patienten beziehungsweise eine Patientin während des gesamten Aufenthalts. Durch sie werden alle pflegerischen Dienstleistungen geplant, koordiniert, überprüft und durchgeführt. Sie übernehmen die Abstimmung mit dem ärztlichen Personal. Dieses Organisationsprinzip fördert in mehrfacher Hinsicht die Gesundheit der Pflegekräfte: Einerseits verringert die höhere Arbeitskontinuität Informationsdefizite und damit psychische Belastungen. Andererseits steigt die Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch bessere Entwicklungschancen. Für gesunde Bedingungen sorgen weiterhin eine verlässliche Dienstplangestaltung und regelmäßige Arbeitssituationsanalysen. Die Basis für das BGM bilden Dienstvereinbarungen, ein Organisationshandbuch und Verfahrensanweisungen.
  • Die Klinik Wartenberg mit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in Wartenberg im oberbayerischen Landkreis Erding angesiedelt. Zum betrieblichen Gesundheitsmanagement ist eine Betriebsvereinbarung vorhanden, die für Verbindlichkeit sorgt. Die Jury lobte unter anderem, wie die Beschäftigten aktiv in die Entwicklung der Gesundheitsmaßnahmen einbezogen werden. Verschiedene Arbeitszeitmodelle und ein flexibler Springerpool erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Betriebssport, Entspannungskurse und Teamtage stärken das Wohlbefinden. Die Einrichtung befasst sich jedes Jahr mit einem anderen Gesundheitsaspekt, wie zum Beispiel Ergonomie, Suchtprävention oder psychischer Gesundheit. Derzeit geht es um die Frage, wie der individuelle Schlaf- und Wachrhythmus bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden kann. Das Thema Chronobiologie wird in einem Projekt wissenschaftlich begleitet. Die Jury würdigte zudem, dass spezielle Integrationsbeauftragte den Mitarbeitenden aus insgesamt 28 Nationen zur Seite stehen.
  • Die Vinzenz Klinik Pfronten im Allgäu hat die Gesundheit der rund 450 Beschäftigten ganzheitlich im Blick. Eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden in der Pflege, umfassender Schallschutz, Regelungen für den Personalausfall, ein Kita-Angebot und Schulungen der Führungskräfte sind nur einige Beispiele. Besonders positiv fiel der Jury der offene und systematische Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz auf. Mögliche Stressfaktoren werden regelmäßig in Gefährdungsbeurteilungen sowie in Gesprächs- und Diskussionsrunden ausfindig gemacht, um passende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Beschäftigte können überdies anonym und kostenfrei eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen. Einzigartig beim Wettbewerb zum BGW-Gesundheitspreis 2019 war, dass die Klinik ihr Wissen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement an andere Unternehmen weitergibt. Dafür veranstaltet sie beispielsweise Infoabende.

Weitere Einblicke in die Konzepte und Projekte der ausgezeichneten Unternehmen – einschließlich der Einrichtungen, die einen Sonderpreis erhalten haben – bietet die Website der BGW: www.bgw-online.de/gesundheitspreis.

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