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Endometriose-Expertise des Marien Hospital Witten erneut bestätigt

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 12.09.19

Prof. Dr. Sven Schiermeier, Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten, ist ein ausgewiesener Experte im Bereich der Diagnose und Behandlung von Endometriose und freut sich über die Re-Zertifizierung des Klinischen Endometriosezentrums.
Die Qualität und medizinische Kompetenz des Klinischen Endometriosezentrum der Frauenklinik des Marien Hospital Witten ist durch die Rezertifizierung der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. erneut bestätigt worden. Aufgrund der hohen Expertise der Spezialisten, steht betroffenen Frauen das gesamte Spektrum der Endometriosebehandlung zur Verfügung.

Endometriose gehört zu den häufigsten Unterleibserkrankungen, die insbesondere bei jungen Frauen weit verbreitet ist. Nach Schätzungen leidet jede 8. bis 10. Frau an Endometriose, meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Auch wenn es sich bei Endometriose um eine gutartige Erkrankung handelt, stellt sie eine erhebliche Belastung für die betroffenen Frauen dar. Neben den körperlichen Symptomen wie starke Schmerzen im Unterleib, Blutungsstörungen, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang, ist die Erkrankung nicht selten mit einem unerfüllten Kinderwunsch verbunden. Bei der Endometriose tritt Gewebe, das der normalen Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist, außerhalb der Gebärmutter auf, z. B. in den Eileitern, Eierstöcken oder zwischen Gebärmutter und Enddarm. Die Ursache ist bislang unbekannt. Experten gehen davon aus, dass während der Periode Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum gelangt, sich dort einnistet und Schmerzen sowie Krämpfe verursacht.

Vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose vergehen im Schnitt sieben bis acht Jahre. „Viele Frauen versuchen mit den Beschwerden umzugehen. Bevor sie einen Spezialisten aufsuchen, haben die Betroffenen oft einen langen Leidensweg hinter sich“, erklärt Prof. Dr. Sven Schiermeier, Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe sowie Leiter des Endometriosezentrum des Marien Hospital Witten.

Die Endometrioseherden sind nicht leicht zu erkennen und werden daher bei vielen betroffenen Frauen im Rahmen von Routineuntersuchungen nicht erkannt. Eine sichere Diagnose bietet eine Bauchspiegelung. Wird eine Endometriose festgestellt, kann während des minimal-invasiven Eingriffs dann oftmals die Entfernung der Endometrioseherden durchgeführt werden. Diese Operationen sind oft kompliziert und erfordern viel Erfahrung des Operateurs, da sich die Gewebeherde oft an schwer zugänglichen Stellen befinden. Im Anschluss an die Operation erfolgt in Einzelfällen eine Anschlusstherapie, um das Wiederauftreten der Herden so lange wie möglich hinauszuzögern. „Auch wenn die Erkrankung bislang nicht immer heilbar ist, können wir mit diesem Eingriff die Lebensqualität der betroffenen Frauen steigern“, hält Schiermeier fest.

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