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Experten informierten zum Thema Kindernotfälle

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 24.09.19

Die Referenten der Klinik für Anästhesie, Schmerz- und Intensivmedizin sowie der Klinik für Kinderchirurgie des Marien Hospital Witten informierten über die häufigsten kindlichen Verletzungen und stellten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor.

Am vergangenen Samstag lud Dr. Stephan Schulz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Schmerz- und Intensivmedizin des Marien Hospital Witten, zur Fortbildungsveranstaltung „Kinder im Rettungsdienst“ ein. Die Teilnehmer erhielten umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Notfallversorgung, um Notfälle mit einem hohen Maß an Fachwissen zu meistern.

Kindernotfälle machen nur einen geringen Prozentsatz der typischen Notfalleinsätze aus und stellen für Notärzte eine besondere Herausforderung dar. Die physiologischen, anatomischen und psychologischen Besonderheiten müssen bei der Behandlung von Kindern stets berücksichtigt werden, insbesondere in Notsituationen, da diese Patientengruppe nicht mit den Standards der Erwachsenen behandelt werden können.

Vor diesem Hintergrund informierte das Referententeam der Klinik für Anästhesie, Schmerz- und Intensivmedizin sowie der Klinik für Kinderchirurgie über die häufigsten kindlichen Verletzungen und ging dabei auf die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten ein. Zu den häufigsten Verletzungen zählen unter anderem Schädel-Hirn-Verletzungen, Knochenbrüche, offene Wunden sowie Verbrennungen. Die Sicherung der Atemwege gehört ebenfalls zu den zentralen Aufgaben in der Notfallmedizin. Infekte, das Verschlucken von Fremdkörpern, aber auch Asthma können zu Atemnot führen. Anhand zahlreicher Beispiele wurden den Teilnehmern verschiedene Beatmungstechniken und der richtige Umgang mit verschiedenen Altersgruppen gezeigt, um eine schnelle und effektive Behandlung einzuleiten.

Zudem befassten sich die Spezialisten mit dem Thema „Notfallnarkose bei Kindern“. Die Narkoseeinleitung ist vor allem bei Kindern mit einem erhöhten Risiko verbunden. Für den kinderanästhesiologischen Eingriff gelten andere Voraussetzungen als bei Erwachsenen. Unterschiede gibt es zum Beispiel im Bereich der Atmung, der Regulation der Körpertemperatur und der Herz-Kreislauf-Regulation. Zudem sind die Organe bei Säuglingen und Kindern noch nicht vollständig ausgereift. Daher stellten die Referenten bewährte Zugangswege und Verfahren vor, die die Patientensicherheit erhöhen.

Darüber hinaus gab es umfangreiche Informationen über die Medikamentenvergabe bei Kindern. Die Festlegung der Medikamentendosis erfolgt unter Berücksichtigung altersgruppenspezifischer Besonderheiten, wie Gewicht, Alter und physiologischer Normwerte. Kommt es zu Fehldosierungen, kann dies bei Kleinkindern zu irreversiblen Schäden führen. Um mögliche Fehlerquellen zu vermeiden, wurden Möglichkeiten und Methoden zur Vermeidung aufgezeigt und mit den Teilnehmern von verschiedenen medizinischen Standpunkten beleuchtet.

Kinder- & Jugendmedizin

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