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Dem Reflux mit „Heavy Metal an den Kragen gehen“

Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH am 22.10.19

Fotocredit: ETHICON/Johnson & Johnson Medical GmbH

Sodbrennen, saures Aufstoßen oder ein seifiger Geschmack im Mund sind typische und unangenehme Symptome, wenn der Schließmuskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen geschwächt ist. Saurer Speisebrei und Gallensekret fließen aus dem Magen zurück in die Speiseröhre. Chronischer Reflux oder gastroösophagealer Reflux heißt dann die Diagnose, die auch mit Brustschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden einhergehen kann. „Für die Betroffenen ist das eine quälende und schmerzhafte Angelegenheit und eine große Belastung für die Lebensqualität“, weiß Privat-Dozent Dr. Markus Utech, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Im Bergmannsheil Buer gibt es für die Betroffenen jetzt Hilfe: „Wenn Medikamente und die Umstellung der Essgewohnheiten keine Linderung verschaffen, ist die Operation eine sinnvolle Option. Wir setzen eine flexible Kette aus kleinen Titankugeln mit Magnetkern um den unteren Teil der Speiseröhre. Sie öffnet und schließt sich, um Nahrung nach unten durchzulassen. Beim Schlucken gibt die bewegliche Kette nach. Die Kugeln werden kurz voneinander getrennt und der Speisebrei gelangt in den Magen. Dann schließt sich die Kette dank der magnetischen Anziehung der Kugeln wieder. Der Reflux hat nicht die Kraft die Kette zu öffnen. Es tritt keine Säure mehr aus dem Magen zurück in die Speiseröhre und schädigt dort die Schleimhaut“, erklärt Dr. Utech die Wirkung des Implantats. „Überspitzt gesagt: Wir gehen dem Reflux mit Heavy Metal an den Kragen.“

In einer minimal-invasiven Operation wird der obere Magenausgang mechanisch mit der Kette verschlossen. Dr. Utech: „Es braucht nur wenige kleine Schnitte, um das Implantat in der erforderlichen Größe an seinen Platz zu bringen. Im Unterschied zu anderen chirurgischen Therapien erfordert der bewegliche Ring keine anatomische Veränderung des Magens. Die Kette kann ein Leben lang den Reflux verhindern.“

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