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Neuer Direktor der Medizinischen Klinik plant Spezialisierung auf Erkrankungen der Leber

Prof. Dr. Ali Canbay wechselt zum Knappschaftskrankenhaus

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 01.10.19

Prof. Dr. Ali Canbay, Quelle: Fotoabteilung, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

Professor Dr. Ali Canbay ist neuer Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Wolff Schmiegel an, der nach 26-jähriger Tätigkeit im Hause in den Ruhestand gegangen ist. Professor Canbay ist ein national und international anerkannter Mediziner, der sich auf die Behandlung, Vorbeugung und Erforschung von Leberzirrhose, akuten Leberversagen sowie Leber- und Gallengangstumoren spezialisiert hat. In den vergangenen zweieinhalb Jahren leitete er die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Magdeburg.

„Ich bin ein echter Ruhrgebietsjunge und empfinde es als etwas Besonderes, an den Ort zurückzukehren, wo ich selbst als Student im Hörsaal saß“, berichtet der 49-Jährige. Prof. Dr. med. Ali Canbay wurde 1969 in Malatya/Türkei geboren, wuchs inmitten des Ruhrgebietes auf und studierte bis 1997 Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum. Danach ging er an das Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum Essen, wo er bis 2006 seine Assistenzarztausbildung absolvierte. Von 2001 bis 2003 war er DAAD-Stipendiat und promovierte in der Abteilung Gastroenterologie und Hepatologie an der Mayo-Klinik in Rochester (USA). 2004 wurde er dort mit dem „Edward-Kendall-Award“ als bester Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Ab 2007 arbeitete Canbay als Oberarzt in der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des Universitätsklinikums Essen und erwarb die Zusatzbezeichnung „Internistische Intensivmedizin“ (2008) sowie die Schwerpunktbezeichnung „Gastroenterologie“ (2010). 2010 erfolgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor. Anfang 2012 übernahm er die ärztliche Leitung der Intermediate Care Station (IMC) am Universitätsklinikum Essen und er erhielt den „Hiromasa Ishi Memorial Award“ der International Society for Biomedical Research on Alcoholism (Japan). Im Jahr 2016 folgte schließlich die Berufung zum Professor Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Seit 2018 trägt er die Zusatzbezeichnungen „Transplantationsmedizin“ und „Medikamentöse Tumortherapie“.

Seine wissenschaftliche Arbeit umfasst die klinische, translationale und Grundlagenforschung auf dem gesamten Gebiet der Hepatologie und Gastroenterologie mit besonderen Schwerpunkten auf der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, dem akutem Leberversagen, dem hepatozellulärem Karzinom und dem Cholangiokarzinom.

Dementsprechend plant Canbay die Medizinische Klinik am Knappschaftskrankenhaus Bochum mit einem starken Fokus auf die Erkrankungen der Leber neu auszurichten und sie in den nächsten fünf Jahren deutschlandweit als Referenzzentrum zu etablieren. „Aufgrund einer immer dicker werdenden Gesellschaft werden Lebertumorerkrankungen in den nächsten Jahren zunehmen. Angesichts dieser Tatsache ist es wichtig, gute Präventionsarbeit zu leisten und Erkrankungen der Leber früh zu erkennen, um die Heilungschancen zu steigern. Die Mikrobiom- und Biomarkerforschung ist dafür sehr wichtig“. Und sein Motto dabei: „Wer gesund alt werden will, muss auf seine Leber achten. Sie zeichnet sich durch eine hohe Regenerationsfähigkeit aus und schmerzt nicht. Das macht sie erst, wenn es zu spät ist.“

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