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Neuer Experte für Hochpräzisionsbestrahlung im Marien Hospital Herne

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 25.11.19

Prof. Dr. Boström unterstützt als Leiter der Abteilung für Radiochirurgie und Präzisionsstrahlentherapie die Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie im Marien Hospital Herne. Der Neurochirurg behandelt mittels Präzisionsbestrahlung kleine Bereiche im Körper, wie einen Hirntumor, um diese gezielt auszuschalten ohne gesundes Gewebe zu zerstören.
Seit Juli gibt es ein neues Gesicht in der Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr- Universität Bochum. Professor Dr. Jan Boström ist dort Leiter der zur Klinik gehörenden Abteilung für Radiochirurgie und Präzisionsstrahlentherapie. Nun wurde er außerdem zum Professor auf diesem Fachgebiet an der Ruhr-Universität Bochum berufen. Diese Expertise in Praxis und Forschung ermöglicht Patienten des Marien Hospital Herne einen direkten Zugang zu modernsten Behandlungsmöglichkeiten in der Krebstherapie.

Strahlentherapie wird bei zahlreichen gutartigen und bösartigen Krankheiten eingesetzt. Die Strahlen werden zur Heilung von Erkrankungen in frühen Stadien, zur Linderung unterschiedlicher Beschwerden und zur Unterstützung zahlreicher Behandlungen bei fortgeschrittenen Krankheiten eingesetzt. „Bei der Radiochirurgie bzw. stereotaktischen Präzisionsbestrahlung wird ein kleiner Bereich im Körper, zum Beispiel ein Hirntumor, mit einer hohen Dosis extrem präzise bestrahlt und so ausgeschaltet“, erklärt Prof. Boström sein Fachgebiet. Boström ist seit 20 Jahren als Neurochirurg tätig. Seit 10 Jahren ist er auf die stereotaktischen, d. h. Hochpräzisionsbestrahlungen im Bereich des Gehirns spezialisiert.

Mit der Berufung zum Professor für Radiochirurgie und stereotaktische Präzisionsbestrahlung an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum übernimmt der 52-Jährige außerdem die Leitung des neuen Gamma-Knife Zentrums, das am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Langendreer in Bochum angesiedelt ist. Das Zentrum ist nur eines von sechs Zentren deutschlandweit. Das Gamma-Knife, ein Strahlentherapiegerät, wird insbesondere bei der Behandlung von Hirntumoren eingesetzt. Dabei werden Gammastrahlen aus 192 einzelnen Quellen in einem Punkt gebündelt und auf den Zehntelmillimeter genau auf das kranke Gewebe gerichtet. Der Tumor kann so zerstört und gesunde Hirnstrukturen geschont werden.

„Durch die Unterstützung von Prof. Boström in Praxis, Forschung und Lehre, erhalten die Patienten des Marien Hospital Herne sowie der gesamten St. Elisabeth Gruppe Zugang zu diesen hochmodernen Behandlungsverfahren“, so Prof. Dr. Irenäus Adamietz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie.

Die Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie des Marien Hospital Herne zählt zu den großen und sehr gut ausgestatteten strahlentherapeutischen Einrichtungen der Region. Jährlich werden rund 1.500 Patienten ambulant und stationär behandelt.

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