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Leitender Oberarzt des Marien Hospital Herne schließt Habilitation ab

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 29.01.20

Simone Lauer (2. v. r.), Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, Prof. Dr. Ralf Gold (l.), Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Timm H. Westhoff (r.), Klinikdirektor der Medizinischen Klinik I des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, begrüßten Priv.-Doz. Dr. Felix S. Seibert (2.v.l.) bei seiner Antrittsvorlesung, dem Auftakt für seine Lehrtätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum.


Dr. med. Felix S. Seibert trägt nach Abschluss seiner Habilitation nun den Titel Privatdozent. Der Leitende Oberarzt für Nierenersatztherapie und nephrologische Diagnostik der Medizinischen Klinik I des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, setzte am vergangenen Montag, dem 27. Januar 2020, mit seiner Antrittsvorlesung den Auftakt für seine Lehrtätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum. Inhalt seiner Habilitationsarbeit war die Untersuchung eines neuartigen Biomarkers bei akutem Nierenversagen.

Wird ein Nierenversagen bei einem Patienten erstmals diagnostiziert, sind oftmals schon irreversible Schädigungen der Nieren aufgetreten. „Eine Möglichkeit Nierenversagen früher zu erkennen, stellen die sogenannten renalen Biomarker dar. Diese sind biologische Indikatoren, die krankhafte Veränderungen wie Nierenversagen frühzeitig anzeigen können“, erklärte Priv.-Doz. Dr. Seibert. Ein weiterer großer Vorteil dieser neuen diagnostischen Form liegt darin, dass risikoreiche diagnostische Verfahren, wie z.B. eine Nierenpunktion, unter Umständen vermieden werden können, da Biomarker die möglichen Ursachen für ein Nierenversagen erheblich eingrenzen können. Bei einer Nierenpunktion wird mithilfe einer speziellen Nadel eine Gewebeprobe aus einer der beiden Nieren entnommen. Bei der Bestimmung renaler Biomarker handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren, da lediglich eine Untersuchung einer Urinprobe notwendig ist. Das bedeutet, Patienten könnten zukünftig frühzeitiger und ursachengerechter behandelt werden, noch bevor sich eine größere Nierenschädigung ausgebildet hat. Durch diese neue Methode könnte zudem besser für oder gegen eine Nierenprobenentnahme entschieden werden.

Als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie sowie zertifizierter Hypertensiologe und Lipidologe ist Priv.-Doz. Dr. Seibert seit 2014 im Marien Hospital Herne tätig. Die klinische Forschung reizt den Leitenden Oberarzt besonders. Bei seiner zukünftigen Arbeit und Forschung möchte er die Diagnostik von Nierenversagen in der Nephrologie weiter vertiefen, sowie Forschung zu Bluthochdruck und Cholesterin betreiben.

„Wir freuen uns Privatdozent Dr. Seibert als Lehrbefähigten des Marien Hospital Herne begrüßen zu dürfen. Für uns als Universitätsklinikum stellt die Ausbildung angehender Mediziner eine entscheidende Aufgabe dar“, so Simone Lauer, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr. Die offizielle Begrüßung übernahm Prof. Dr. Ralf Gold, Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

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