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Geldanlage: Heilberufler verhalten optimistisch

Deutsche Apotheker- und Ärztebank am 29.04.20

Covid19 hat auch die Finanzmärkte kräftig durcheinander gewirbelt und zeitweise starke Kurseinbrüche mit sich gebracht. Trotzdem zeigen sich die Heilberufler verhalten optimistisch, was ihre Geldanlage betrifft.

apoBank-Umfrage: 52 Prozent wollen Krise für Nachkäufe nutzen

In einer Umfrage im Rahmen des apoJetzt Live-Talks Finanzmärkte der Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gaben 52 Prozent an, dass sie in der Krise ihren Aktienanteil ausbauen wollen, weitere 32 Prozent sehen keine Auswirkungen auf ihr Anlageverhalten. Lediglich drei Prozent planen, ihr Portfolio abzustoßen. Zu der Online-Veranstaltung hatten sich knapp 600 Teilnehmer angemeldet.

Auch in der Krise seiner Anlagestrategie treu bleiben

„Das Ergebnis der Umfrage offenbart eine erfreuliche Besonnenheit unter den Heilberuflern“, sagt Dr. Hanno Kühn, Chief Investment Officer der apoBank. Wer überstürzt seine Wertpapiere verkaufe, mache aus Verlusten, die bis dato nur auf dem Papier stehen, reale und vergebe damit die Chance, an künftigen Kurserholungen teilzunehmen. „Der erste Lehrsatz bei der Geldanlage lautet: Suche eine Anlagestrategie, die zu Deinen Zielen und Bedürfnissen passt, der zweite: Bleibe dieser Strategie treu, auch wenn die Kurse sinken“.

Regelmäßiges „Rebalancing“ erhält Gleichgewicht im Portfolio

Damit das Gleichgewicht im Portfolio erhalten bleibt, empfiehlt Kühn, von Zeit zu Zeit bei Anlageklassen, die gut gelaufen sind, den Bestand zu reduzieren und bei solchen nachzukaufen, die Verluste hinnehmen mussten. Dieses so genannte „Rebalancing“ erfordert gleichwohl eine enge Beobachtung der Märkte. Wem das zu aufwendig ist, der kann sein Geld einer Vermögensverwaltung anvertrauen, die das Rebalancing übernimmt. Die apoBank bietet die Expertise ihrer Vermögensverwaltung bereits ab einem Betrag von 10.000 Euro an.

Anhaltendes Niedrigzinsniveau erwartet

Deutlich pessimistischer sind die Teilnehmer der Umfrage, was die weitere Zinsentwicklung betrifft: Lediglich sechs Prozent glauben, dass die Zinsen durch die Krise wieder anziehen werden, 26 Prozent gehen sogar von einer weiteren deutlichen Absenkung aus.

Gleichzeitig fürchten viele Heilberufler, dass durch die Ausweitung der Staatsausgaben in der Krise die Inflation künftig deutlich ansteigen könnte. Diese Furcht hält Kühn für unbegründet: „Die Corona-Krise schafft insgesamt ein wirtschaftliches Umfeld, in dem die Inflation auf niedrigem Niveau sogar noch weiter zurückgehen wird. Die höheren Staatsausgaben können lediglich einen Teil des Rückgangs der Güternachfrage auffangen. Und die expansive Geldpolitik zielt in erster Linie auf die Stabilisierung des Finanzsystems ab. Nur in geringerem Ausmaß entfaltet sie ihre Wirkung in der Realwirtschaft.“

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