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Wieder schmerzfrei mobil durch Gelenkersatz

St. Elisabeth-Krankenhaus glänzt mit neuem Endoprothetikzentrum

KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH am 03.03.21

Beste Versorgungsqualität beim Einbau und Wechsel von künstlichen Gelenken im neuen OP des zertifizierten Dorstener Endoprothetikzentrums. (Fotocredit: Günter Schmidt)

Beste Versorgungsqualität beim Einbau und Wechsel von künstlichen Gelenken, den sogenannten Endoprothesen: Das bescheinigten unabhängige Experten nun der Klinik für Chirurgie, Fachbereich Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus rund um Privatdozent und Chefarzt Dr. Mike H. Baums. Was so ein offizielles Gütesiegel genau bedeutet, wie Patienten von der langjährigen Erfahrung der Spezialisten hierbei profitieren und welche Rolle dabei der neue OP im Dorstener Krankenhaus spielt, verriet uns Dr. Baums in einem Interview.

Herr Dr. Baums, was genau ist überhaupt ein Endoprothetikzentrum?

Dr. Baums: Ein Endoprothetikzentrum, kurz EPZ muss für die Zertifizierung ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung nachweisen und sich anschließend regelmäßigen Bewertungen der Versorgungsqualität und der Behandlungsergebnisse durch unabhängige externe Fachleute unterziehen. Zuständig hierfür ist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) in Zusammenarbeit mit weiteren medizinischen Fachvertretern wie der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE), die die Initiative „EndoCert“ ins Leben gerufen haben. In unserem Zentrum schultern wir in einem erfahrenen und eingespielten Team bereits seit mehreren Jahren Gelenkersatz-Operationen mit der bestmöglichen Logistik unter fachübergreifender Zusammenarbeit. Das heißt, dass beispielsweise die Hauptoperateure dieses Zentrums eine Mindestmenge an Eingriffen nachweisen sowie regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen müssen. So eine spezialisierte Organisationseinheit unter einem Dach gibt es nur an eigens dafür zertifizierten Zentren wie dem unseren.

Was besiegelt die Zertifizierung?

Dr. Baums: Als Dorstener Endoprothetikzentrum laufen die gesamte Vorbereitung, der Aufnahme- und Entlassungsprozess, die OP sowie die Nachbehandlung nach national anerkannten und interdisziplinär definierten Standards ab. Die zeitgerechte Einleitung des Rehabilitationsprozesses durch unseren Sozialdienst ist durch die Kooperation mit entsprechenden Reha-Einrichtungen gewährleistet. In unseren Endoprothesen-Sprechstunden stehen wir den Patienten zudem als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem bieten wir ihnen bereits vor der OP einen Vorbereitungskurs an, damit sie wissen, was sie in den darauffolgenden Wochen erwartet. Das heißt: Die Patienten werden durchgehend umfassend informiert und eingebunden. Diese Struktur gewährleistet eine optimale Betreuung und bestmögliche Behandlung unserer Patienten mit dem Ziel, wieder schmerzfrei laufen zu können. Außerdem wurde nicht zuletzt für das EPZ in einen neuen OP-Saal investiert, der zurzeit einer der sterilsten und mit höchsten technischen Standards versehenen OPs überhaupt ist.

Was macht den neuen OP so besonders?

Dr. Baums: Ein sogenanntes Laminar-Air-Flow-Feld sorgt beispielsweise für keim-arme Luftqualität. Außerdem lässt sich der OP durch Lichtschranken betreten, ohne Türen händisch anfassen zu müssen, was ebenfalls mit einer Sterilität auf höchstem Level einhergeht. Weiterhin sind Bildschirme in die Wand eingelassen, damit sich kein Staub absetzt. Über diese Bildschirme lassen sich dreidimensionale Darstellungen diagnostischer Aufnahmen oder Prothesen-Planungen einsehen. Die neue grüne Beleuchtung bietet zudem noch bessere Kontraste bei endoskopischen Eingriffen mit Schlüssellochtechnik – ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität also.

Wovon profitieren Patienten des Dorstener Krankenhauses?

Dr. Baums: Für Patienten ist das EPZ-Zertifikat eine hilfreiche und zuverlässige Unterstützung bei der Suche nach einer angemessenen und geeigneten endoprothetischen Versorgung von Gelenken. Denn an der Zertifizierung kann der Betroffene erkennen, dass die entsprechende Einrichtung – wie unser Krankenhaus – den hohen Anforderungen eines Kriterienkataloges entspricht, der von medizinischen Fachexperten und -gesellschaften entwickelt wurde. So ist das Zentrum dazu verpflichtet, am Endoprothesenregister Deutschland (EPDR) teilzunehmen, in dem die Behandlungsverläufe und -ergebnisse stetig dokumentiert werden. Zudem muss sich das EPZ wissenschaftlich engagieren.

Wer leitet das Dorstener EPZ und wie lässt sich Kontakt aufnehmen?

Dr. Baums: Ich bin Leiter unseres Zentrums und gleichzeitig einer der Hauptoperateure. Weitere Hauptoperateure sind unser leitender Oberarzt Herr Bernd Christian Schwick sowie Oberarzt Herr Dr. Carsten Fischer. Oberärztin Frau Nina-Jessica Scholz ist die Koordinatorin des Zentrums. Kontakt zum neuen Endoprothetikzentrum können Interessierte über unser Sekretariat unter den Telefonnummern 02362 29-53202 oder -53204 sowie unter der E-Mail-Adresse ou.dorsten@kkrn.de aufnehmen. Mehr Informationen zum KKRN-Klinikverbund gibt es außerdem auf unserer Homepage unter www.kkrn.de sowie auf unserem krankenhauseigenen Facebook- und Instagram-Kanal.

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