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40 Millionen Euro für das RUB-Klinikum

Ruhr-Universität Bochum am 26.05.21

Das Uniklinikum der RUB erhält eine digitale Dachstruktur und ein Imaging Center. Ziel ist es, den enormen Datenschatz aller Standorte für die Forschung nutzbar zu machen.


Die Bochumer Universitätsmedizin erhält umfangreiche Fördermittel vom Land. © RUB, Kramer

Die Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB) behandeln jährlich rund 600.000 Patientinnen und Patienten – mehr als jedes andere deutsche Universitätsklinikum. Den damit verbundenen enormen Datenschatz der Forschung durch eine digitale Dachstruktur besser zugänglich zu machen ist eines der Ziele, für die die Mittel aus dem Konjunkturparket des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen eingesetzt werden sollen. Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Mir ist wichtig, dass neben den klassischen Universitätsklinik-Standorten auch die Universitätsmedizin Bochum mit den Kliniken des Bochumer Modells von den Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms profitiert. Die Universität und das Universitätsklinikum der RUB (UK RUB) werden die Mittel für Infrastrukturmaßnahmen für Forschung und Lehre einsetzen und damit dazu beitragen, die strukturelle Weiterentwicklung des Standorts voranzutreiben“. Insgesamt erhält die Universitätsmedizin Bochum rund 40 M  illionen Euro. „Diese Maßnahme wird dringend benötigt, um das UK-RUB zeitgemäß aufzustellen“, sagt Prof. Dr. Ralf Gold, Dekan der Medizinischen Fakultät.

Digitalisierung: ein Dach für alle Standorte

Das Klinikum der RUB setzt sich aus Standorten von acht Trägern zusammen und kooperiert hierbei mit der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Dieses Bochumer Modell soll eine gemeinsame IT-Dachstruktur bekommen, an die alle Träger gemeinsam mit der Universität gleichermaßen angebunden werden. Ziel ist es, eine modulare, umfangreiche und zukunftssichere IT-Infrastruktur zwischen den Kliniken und der RUB aufzubauen, um pseudonymisierte klinische Patientendaten für die Forschung und Lehre nutzbar zu machen. „Dadurch können wir das enorme Potenzial besser nutzen, das sich durch das große Patientenkollektiv des Verbundes im Bereich Biomaterialbanken, klinischer Studien, aber auch Forschungsdaten erschließt“, so Ralf Gold. Auch wird damit die Beteiligung an nationalen Förderprogrammen möglich, insbesondere der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Medical Imaging Center

Zudem wird an der Medizinischen Fakultät ein Medical Imaging Center mit einem „Zentrum für Elektronenmikroskopie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Erdmann und Prof. Dr. Carsten Theiss sowie einem „Zentrum für hochauflösende Lichtmikroskopie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze Winklhofer eingerichtet. Dabei werden vorhandene Ressourcen der klassischen Fluoreszenz- und Elektronenmikroskopie einbezogen und um drei Forschungsgroßgeräte ergänzt, welche in unterschiedlicher Weise ultrahochauflösende Untersuchungen in Zellen und Geweben des menschlichen Körpers erlauben: ein Cryo-Transmissionselektronenmikroskop, ein hochauflösendes Laserscanning Fluoreszenz-Mikroskop und die funktionelle Lebendzell-Bildgebung. Damit sollen auch interdisziplinäre und klinikumsübergreifende Kooperationen vertieft werden. Sie sollen der gesamten Medizinischen Fakultät einschließlich der klinischen Forschungsgruppen zur Verfügung stehen.

Infrastrukturprojekte in Forschung und Lehre

Darüber hinaus soll die Infrastruktur für Forschung und Lehre an den Kliniken optimiert und deutlich erweitert werden. Zusätzlich werden Lehr- und Forschungsflächen entstehen, durch umfangreiche Investitionen der Fakultät.

 

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