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Schnelles Strahlentherapiegerät am arbeitet mit Künstlicher Intelligenz

Linearbeschleuniger bestrahlt präzise

Universitätsmedizin Essen am 25.02.22

Die Universitätsmedizin Essen (UME) hat für 3,8 Millionen Euro ein neues Strahlentherapiegerät in Betrieb genommen: Das „Ethos“-System von Varian-Siemens ist ein hochentwickelter Beschleuniger, von dem in Deutschland nur ein weiterer installiert ist. Unterstützt durch Künstliche Intelligenz kann der Bestrahlungsplan vor einer Strahlungsfraktion an die aktuelle Anatomie im Körper anpasst und so noch präziser therapiert werden.

Prof. Dr, Martin Stuschke, Direktor der Klinik für Strahlentherapie (li.) mit den neunen Strahlentherapiegerät mit Künstlicher Intelligenz, das es nur zweimal in Deutschland gibt.

Das neue Ethos-Bestrahlungssystem in der Klinik für Strahlentherapie der UME kann genau und schnell bestrahlen, zwei wesentliche Vorteile in der Behandlung tumorkranker Menschen. In dem Bruchteil einer Minute wird auf dem Behandlungstisch die Position des Tumors und der umgebenden Organe mittels Computertomographie erfasst. Anschließend kann mit auf einem Hochleistungscomputer mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und unter Kontrolle des Strahlentherapieteams der Bestrahlungsplan innerhalb kurzer Zeit an Veränderte organ- und Tumorpositionen im Körper genau angepasst werden.
„Durch die Schnelligkeit des Ethos wird diese präzise Therapietechnik einer größeren Anzahl an Patientinnen und Patienten zugänglich gemacht. Bei dem hochentwickelten Linearbeschleuniger handelt es sich um ein Therapiesystem, mit dem über die schnelle bildgeführte intensitätsmodulierte Strahlentherapie hinaus der Bestrahlungsplan vor der Therapie an veränderte anatomische Verhältnisse im Patienten angepasst werden kann. Die Adaptation erfolgt mit einem tagesaktuellen auf dem Behandlungstisch aufgenommen Computertomogramms mit Hilfe von KI- Segmentierungsalgorithmen. Das Ergebnis wird vom Facharzt überprüft, danach wird der Bestrahlungsplan aktualisiert, dosimetrisch vom Mediziphysikexperten überprüft und dann die Behandlung durchgeführt“, sagt Prof. Dr. Martin Stuschke, Direktor der Klinik für Strahlentherapie.

Profitieren von der neuen Bestrahlungstechnik können insbesondere Patientinnen und Patienten mit Tumoren im Bereich von Bauch, Becken, Thorax und der Kopf-Hals-Region.

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