Wir können Gesundheit

Klinikdirektor ruft zu Spenden für geflüchtete krebskranke Kinder und ihre Familien auf

Der russische Angriffs-Krieg in der Ukraine und seine Folgen

Klinikum Dortmund gGmbH am 11.03.22

Die Schicksale, von denen Prof. Dr. Dominik Schneider in diesen Tagen im Westfälischen Kinderzentrum des Klinikums Dortmund erfährt, lassen ihn nicht kalt: Da ist etwa jene verwitwete Mutter, die mit ihren Kindern allein vor dem Krieg in ihrer ukrainischen Heimat geflüchtet ist. Jetzt, nachdem sie ihre Familie in Deutschland in Sicherheit bringen konnte, kam die nächste Hiobsbotschaft: Ihr jüngstes Kind ist an Krebs erkrankt. „Wir kön-nen uns nicht ausmalen, was diese Mutter in den letzten Tagen und Wo-chen alles durchleben musste. Umso mehr fühlen wir uns nun verantwort-lich, ihr jede mögliche Hilfe anzubieten“, sagt Prof. Schneider, der sich als Spezialist für Kinderonkologie nun mit seinem Team gemeinsam um das Kind kümmert.

Die kinderonkologischen Behandlungen sind sehr intensiv und dauern lange, meist sechs bis neun Monate. Während der Therapie müssen die Kinder immer wieder im Krankenhaus behandelt werden. Sie brauchen aber auch einen ange-messenen Lebensraum, in dem sie sich in den Behandlungspausen erholen kön-nen. In dieser Zeit muss daher auch für die Mutter sowie die Geschwisterkinder gesorgt sein. „Eltern sind unsere wichtigsten Partner. Sie helfen in der Pflege und sind für das Kind natürlich der wichtigste Bezugspunkt, damit also ganz wesent-lich am Erfolg der Behandlung beteiligt“, sagt Prof. Schneider. Das Problem sei, dass viele Geflüchtete mit nicht sehr viel mehr gekommen seien als dem, was sie am Leib tragen. Vielleicht noch ein paar Tüten und Rucksäcke, die sie eilig pa-cken mussten. Für ein Leben im Ausland, das Monate und vielleicht sogar Jahre dauern wird, reicht das auf keinen Fall.

Prof. Schneider weist auf die besondere Belastung hin, die Eltern mit kranken Kindern auf der Flucht erleben. Er berichtet von einem ukrainischen Kind, das an Epilepsie leidet: „Was machen Sie, wenn Ihr Kind plötzlich auf der Flucht einen epileptischen Anfall bekommt?“ Viele Kinder sind aufgrund schwerer Erkrankun-gen dringend auf Medikamente angewiesen. Die medikamentöse Versorgung in der Ukraine ist aber zusammengebrochen, selbst die Kinderkliniken sind nicht sicher vor Bomben. Daher ist die Flucht für viele Familien der einzige Ausweg, Besonders dringlich ist aber die Not der Eltern von krebskranken Kindern, denn sie treibt die Sorge um, dass der Krebs bei einer Behandlungspause wieder-kommen und dann nicht mehr behandelbar sein könnte. Sie fliehen, um das Le-ben ihres Kindes zu retten.
Das Westfälische Kinderzentrum ist nun dabei, für die jungen Patient:innen und ihre Familien alles zu organisieren, was sie brauchen. Und das sind vor allem: Spendengelder. „So sehr ich mir vorstellen kann, dass jetzt sicherlich ganz viele Menschen den Familien kistenweise Kleidung, Spielzeug oder ähnliches spenden wollen, so sehr bitte ich darum, die Hilfe vornehmlich als Geldspende zu realisie-ren“, sagt Prof. Schneider. „So können wir den Familien angemessen, individuell und bedarfsgerecht helfen und dabei gleichzeitig sicherstellen, dass sie hier selbstbestimmt und würdevoll leben können.“

Die Nummer des Spendenkontos lautet wie folgt:
DE28 4405 0199 0001 0495 50
Wichtig als Verwendungszweck:
379005 Kinder und ihre Familien auf der Flucht

Dann bitte noch ergänzend den Namen und die Adresse der Spenderin bzw. des Spenders angeben; die Adresse ist für die Spendenquittung nötig (Wichtig: Bei Spenden bis 300 Euro reicht es, wenn der Spender dem Finanzamt den Konto-auszug vorlegt). Das Geld wird ganz sicher und sehr konkret geflüchteten kran-ken Kindern und ihren Familien helfen. „Unser Team des Westfälischen Kinder-zentrums, unsere Kinder und ihre Familien danken allen für ihre Solidarität und Hilfsbereitschaft“, sagt Prof. Schneider.

Gesundheitsmetropole Ruhr

© 2022 MedEcon Ruhr - Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr

Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr