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DGTelemed verleiht Telemedizinpreis 2022

Innovativ und zukunftsorientiert

ZTG – Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH am 24.05.22

Innovationen im eHealth-Bereich fördern, das ist das Ziel des Telemedizinpreises, den die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) am 19. Mai 2022 zum 12. Nationalen Fachkongress Telemedizin dem Projekt OBERBERG_FAIRsorgt verlieh. Ziel des Projekts ist es, den Oberbergischen Kreis mit Hilfe von Telemedizin bei der Prävention, Gesundheitsförderung, Pflege- und Versorgungsangeboten speziell für ältere Patientinnen und Patienten zu unterstützen. Der Preis zeichnet Institutionen, Einzelpersonen oder interdisziplinäre Arbeitsgruppen bzw. Projektinitiativen aus, die sich in besonderem Maße in der Telemedizin verdient gemacht haben und deren Leistungen den Zielen der DGTelemed entsprechen. Der Fachkongress fand unter Kooperation mit dem ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin vom 19. bis 20. Mai in Berlin statt.

Alle Finalistinnen und Finalisten für den Telemedizinpreis 2022 wurden von der DGTelemed mit einer Urkunde geehrt. (Bild: ZTG)

„Wir hoffen, dass wir jetzt weiteren Aufwind bekommen. Der Telemedizinpreis ist ein gutes Signal an den Kreis und für alle Hausärzte, weitere Patientinnen und Patienten für das Projekt zu rekrutieren“, freuten sich die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter des Projektteams. An der jährlichen Ausschreibung für den Telemedizinpreis können sich Institutionen aus Medizin, Wissenschaft, Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Vertreterinnen und Vertreter der freien Wirtschaft als Einzelperson, interdisziplinäre Arbeitsgruppe oder Projektgemeinschaften sowie Verbände und Vereine beteiligen. Die Bewertung der eingereichten Beiträge erfolgte in zwei Stufen: Eine Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des DGTelemed-Vorstands zusammensetzt, wählte die besten Bewerber aus. Diese konnten ihr eingereichtes Projekt / ihre Lösung vor Ort auf dem Kongress in einem kurzen Science Slam und einer begleitenden Poster-Ausstellung präsentieren. Anschließend entschieden die zusammengefassten Votes von Jury und Publikum über das Siegerprojekt. In diesem Jahr kämpften sieben Finalistinnen und Finalisten um den Telemedizinpreis.

Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, fasste zusammen: „Mit dem Telemedizinpreis möchten wir die Aufmerksamkeit für innovative Telemedizinprojekte stärken aber auch die Awareness bei den Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsversorgung füreinander festigen. Der Netzwerkgedanke ist eine der tragenden Säulen der DGTelemed.“

Als Zweitplatzierte wurde das Projekt TIC-PEA geehrt. Über TIC-PEA (Universitätsmedizin Mainz) können sich Behandlerinnen und Behandler sowie externe Kolleginnen und Kollegen aus der Kinderchirurgie, -anästhesie und -pneumologie per Video-Konferenzen mit nationalen Expertinnen und Experten über ihre Patientinnen und Patienten mit Ösophagusatresie austauschen. Über Platz 3 freute sich das Projekt TeleCOVID Hessen, präsentiert durch Vertreter aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, des Klinikums Kassel und des Universitätsklinikums Frankfurt. Mittels einer App ist es möglich, alle vorhandenen Daten von Patientinnen und Patienten hochzuladen, um ein telemedizinisches Konsil durchzuführen und sich gemeinsam für oder gegen eine Verlegung der Patientin bzw. des Patienten zu entscheiden. Diese Lösung soll die Kommunikation zwischen Kliniken erleichtern.

Die weiteren Finalisten-Projekte waren:

DERMANOSTIC – HAUTARZT PER APP (Dermanostic GmbH)

dermanostic bietet Patientinnen und Patienten innerhalb von 24h eine dermatologische Behandlung per App, inkl. Diagnose, Therapieempfehlung und Rezept. Die Vision ist, allen Menschen zeitlich unabhängig einen einfachen und schnellen Zugang zu einem Hautarzt zu ermöglichen.
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EASYDOAC (Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, Universitätsklinikum Heidelberg)

Die Progressive Web App (PWA) easyDOAC unterstützt medizinisches Fachpersonal bei der oralen Antikoagulation von Patientinnen und Patienten. Die digitale Anwendung bietet Nutzerinnen und Nutzern eine schnelle und übersichtliche Unterstützung bei der Auswahl, Verschreibung und Anwendung von NOAK.
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E = MC2 – Entwicklung der intersektoralen, medizinischen Versorgung von Patienten mit „Chronical Critical Illness“(Charité Berlin)

Das Telemedizinprojekt E=MC2 dient der Entwicklung intersektoraler Versorgungsansätze für Patientinnen und Patienten, die der Notwendigkeit einer dauerhaften außerklinischen Beatmung unterliegen und soll die Schnittstellen in der Versorgung eines sehr betreuungsintensiven Patientenkollektivs verringern, um den Betroffenen eine verbesserte medizinische Versorgungsqualität einerseits und andererseits deren Teilhabe an Therapieentscheidungen durch PROM-Messungen ermöglichen.​
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TELEDERMATOLOGIE IN DEUTSCHEN GEFÄNGNISSEN (derma2go AG)

Die Gefängnisärztinnen und -ärzte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lingen sowie Dermatologinnen und Dermatologen von derma2go bieten seit dem 01.01.2022 eine teledermatologische Versorgung an. Gefängnisinsassinnen und -insassen mit Hautbeschwerden können durch diese Zusammenarbeit nachhaltiger und intensiver betreut werden.​
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