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Prävention und Prophylaxe bei Kindern gehören zur ZFA-Ausbildung

Verband medizinischer Fachberufe e.V. am 22.09.22

Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September macht Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) im Verband medizinischer Fachberufe e.V., auf die Rolle ihrer Berufskolleginnen und -kollegen bei der Verbesserung der Mundgesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland aufmerksam.

„Wenn heute 80 Prozent der 12-Jährigen kariesfrei sind, dann ist das auch ein Ergebnis der Teamarbeit in den zahnärztlichen Praxen. ZFA und fortgebildete Kolleginnen und Kollegen, die als ZMP, ZMF oder DH[1] wichtige Aufgaben in der zahnmedizinischen Prophylaxe und Dentalhygiene übernehmen, haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet. Die Gruppenprophylaxe in Kitas und Schulen ist – wie auch die Behandlung in der zahnärztlichen Praxis – ohne sie nicht denkbar. ZFA arbeiten dabei nicht nur in der Assistenz, sie erklären den Kindern auch zahngesunde Ernährung, vermitteln ihnen kindgerecht Putztechniken und nehmen ihnen die Angst vor der Behandlung. Das ist bereits Bestandteil der Ausbildung. Nach entsprechender Qualifikation erbringen sie darüber hinaus nach Delegation durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt auch weitere Leistungen, die zur Individualprophylaxe gehören.“

Sylvia Gabel gehört als ZMF selbst zu einem Team, das im Rahmen der Gruppenprophylaxe Kitas und Schulen betreut. Sie ergänzt: „Durch den Umgang mit den Kindern wird uns immer wieder bewusst, wie wichtig es ist, frühzeitig das Thema gesunde Zähne anzusprechen und spielerisch zu erklären. Es muss geschafft werden, dass Kinder Lust auf gesundes Leben, auf Sport, Bewegung und Spaß haben. Eine zahngesunde Ernährung gehört dazu und beginnt zu Hause. Wir vermitteln das den Kleinen bei unseren Besuchen im Kindergarten. Wichtig ist aber auch ein anschließender Elternabend, um dabei klarzumachen, wie zahngesunde Ernährung in der Familie funktioniert. Ein gesundes Frühstück ist schnell erklärt und auch demonstriert. Auch das tägliche Zähneputzen sollte in den privaten Haushalten als Ritual gesehen werden, denn ein sauberer Zahn wird nicht krank.“

Ihr Ziel: „Wenn wir das Zähneputzen und gesunde Ernährung etabliert haben und es tagtäglich durchgeführt wird, werden die Zahlen der frühkindlichen Karies deutlich sinken. Denn 80 Prozent kariesfrei ist noch nicht das Ende des Weges.“

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