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Knappschaftskrankenhaus etabliert Ösophagus-Zentrum

Behandlung von Speiseröhrenkrebs erfordert viel Erfahrung, hohe Expertise und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Verbund der Knappschaftskliniken

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 30. März 2023

Speiseröhrenkrebs – in der Fachsprache als Ösophaguskarzinom bezeichnet – ist eine sehr seltene Tumorerkrankung. Im Schnitt erkranken 10 Menschen pro 100.000 Einwohner jährlich, Männer bis zu viermal häufiger als Frauen. Die Behandlung eines Ösophaguskarzinoms ist komplex und erfordert ein hohes Maß an Erfahrung, Expertenwissen und die Zusammenarbeit verschiedener spezialisierter Disziplinen. Um Betroffenen eine optimale Versorgung und Behandlungsqualität bieten zu können, kooperieren die Fachbereiche im Verbund der Knappschaft Kliniken nicht nur standortübergreifend, sondern haben das gemeinsame Fachwissen jetzt an einem Ort gebündelt und am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum ein „Ösophagus-Zentrum“ etabliert.

Professor Dr. Richard Viebahn, Direktor der Chirurgischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus Bochum und Leiter des Ösophagus-Zentrums (Quelle: Andreas Beyna, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum)

Durch die Zentralisierung kann eine routinierte Operationstechnik und damit eine geringere Komplikationsrate gefördert werden sowie eine bessere operative, intensivmedizinische und innerklinische Versorgung gewährleistet werden: alles Hand in Hand zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

„Häufigstes Warnsignal sind Beschwerden beim Schlucken“, weiß Professor Dr. Richard Viebahn, Direktor der Chirurgischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus Bochum und Leiter des Ösophagus-Zentrums. Schluckbeschwerden sind auf eine tumorbedingte Verengung der Speiseröhre zurückzuführen. Sie zeigen sich anfangs nur bei der Aufnahme fester Nahrung, später auch bei der Aufnahme von Flüssigkeiten. Wenn der Speiseröhrenkrebs rechtzeitig erkannt wird, ist eine Operation und damit die vollständige Entfernung des Tumorgewebes die Therapie der Wahl. Auch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie werden eingesetzt. Von der Diagnose über die entsprechende Behandlung bis hin zur Nachsorge sind viele Disziplinen in die Behandlung eingebunden: Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Strahlenheilkunde, Pathologie, Anästhesie- und Intensivmedizin. Das Ösophagus-Zentrum am Bochumer Knappschaftskrankenhaus koordiniert und bündelt die Kompetenzen der jeweiligen Fachdisziplinen über den gesamten Verbund der Knappschaft Kliniken hinweg. So können für Diagnostik, Chemotherapie und Nachsorge die wohnortnahen Strukturen genutzt werden und die Expertise für die sehr aufwändige Operation am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus vorgehalten werden. Durch die Beteiligung der chirurgischen Fachexperten in den Knappschaftskrankenhäusern der Region ergibt sich für den einzelnen Patienten eine geschlossene Versorgungskette.

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