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Modulklinik sowie NCT-Bauten starten

Universitätsmedizin Essen am 23. Mai 2023

Um die Forschung sowie die Behandlung von Patientinnen und Patienten signifikant zu verbessern, startet die Universitätsmedizin Essen zwei wegweisende Bauprojekte: Zum einen den Neubau eines modularen, multifunktionalen Klinikgebäudes, zum anderen die Errichtung eines Exzellenzforschungszentrums im Zusammenhang mit der Ernennung zum Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

„Die beiden Neubauten sind ein Meilenstein in der Geschichte der Universitätsmedizin Essen und gleichzeitig Symbol unserer herausragenden Leistungsfähigkeit bei Forschung und Krankenversorgung“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen. „Es geht dabei nicht nur um die Gebäude selbst, die den modernsten Standard repräsentieren und auch das Erscheinungsbild des südlichen Bereichs des Campus des Universitätsklinikums Essen prägen werden. Es geht neben mehr Flexibilität in der Patientenversorgung vor allem um einen Quantensprung bei der Erforschung, Diagnose und Behandlung von schweren Tumorerkrankungen“, so Prof. Werner weiter.

„Mit den beiden Bauprojekten bekräftigen wir unseren Weg, die Infrastruktur der Universitätsmedizin Essen zu modernisieren und zukunftsfest zu machen“, erläutert Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandvorsitzender. „Weitere Beispiele auf dem Campus des Universitätsklinikums sind der Neubau unserer Kinderklinik sowie der Nuklearmedizin, die gut vorankommen. Aber auch am Standort Ruhrlandklinik machen wir mit dem neuen „Zentrum für seltene Lungenerkrankungen“, das noch in diesem Jahr eingeweiht wird, einen großen Schritt hin zu einer nochmals verbessertem Patientenversorgung“, unterstreicht Kaatze.

Beide Gebäude am Standort Universitätsklinikum sind architektonisch zusammenhängend, jeweils sechsgeschossig und umfassen insgesamt rund 15.000 qm Nutzfläche. Das erste Gebäude ist ein modular hergestelltes Bauwerk, welches als flexibles, multifunktionales medizinisches Zentrum auf ca. 7.000 qm Ambulanzen, Bettenstationen sowie Verwaltungs- und Trockenforschungseinheiten beherbergt. Als erste Nutzer werden dort Bereiche der Neurologie einziehen. Für diese Maßnahme sind infrastrukturelle Tiefbauarbeiten notwendig, die für das gesamte Baufeld eine Energieerschließung und einen Überflutungsschutz vorbereiten. Das Gebäude erhält ein begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage. Das zweite Gebäude, das im Anschluss an das modulare Klinikgebäude entsteht, ist ein Neubau im Rahmen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT); gemeinsam mit der Universitätsklinik Köln ist das Universitätsklinikum Essen als NCT West zu einem von bundesweit sechs Schwerpunkt-Standorten für die klinische Erprobung neuer Diagnose- und Behandlungsverfahren ernannt worden. Am Standort Essen entstehen auf etwa 8.200 qm Nutzfläche Therapieflächen, ein Seminarbereich für die Lehre sowie diverse Laboreinrichtungen für die Forschung. Auch für das NCT-Gebäude sind ein begrüntes Dach sowie eine Photovoltaikanlage beabsichtigt.

Die Standortauswahl war aufgrund der beschränkten Entwicklungsmöglichkeit auf dem Campus des Universitätsklinikums eine große Herausforderung. Für die Neubauten wird daher eine Fläche genutzt, die bislang durch Verwaltungsbauten belegt war. Im Zuge der erforderlichen infrastrukturellen Anbindung an das bestehende Energienetz wird in einem ersten Bauabschnitt neben der Beseitigung von Bestandsgebäuden auch die Fällung von insgesamt 15 Bäumen erforderlich. Die Universitätsmedizin Essen leistet dafür Ausgleichspflanzungen, um eine ausgeglichene ökologische Bilanz sicherzustellen.

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