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IEEE-Auszeichnung – SDC jetzt auch von der FDA anerkannt

Gemeinsam für sichere Medizintechnik: Dräger-Expertise fließt in den Standard für Medizingerätevernetzung Service-oriented Device Connectivity (SDC) ein

Dräger Medical Deutschland GmbH am 30. September 2025

SDC steht für herstellerunabhängige Interoperabilität, mehr Effizienz und Patientensicherheit in klinischen Akutbereichen. Der OR.NET e.V. ist die Kernorganisation für die Erfindung und Entwicklung der SDC-Standardfamilien. Durch ihr Engagement im OR.NET e.V. haben Fachleute von Dräger und B. Braun den SDC-Standard um wichtige Komponenten für Gefährdungssicherheit erweitert. Kathrin Riech, Dr. David Gregorczyk und Björn Andersen von Dräger sowie Dr. Martin Kasparick von B. Braun entwickelten im Rahmen ihrer Normierungsarbeit die Teilstandards IEEE 11073-10700 und -10701. Hierfür wurden sie gemeinsam mit weiteren OR.NET-Mitgliedern von der IEEE ausgezeichnet. „Wir freuen uns über die Anerkennung der Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen durch die IEEE. Das Engagement unseres Teams bei Dräger in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Kliniken und Unternehmen hat entscheidend zur Komplettierung der SDC-Standardfamilie beigetragen. Die offizielle Annahme durch die FDA bestätigt zudem den hohen Nutzen von SDC für die Medizingerätevernetzung“, so Tobias Klotz, Leiter der System-Architektur bei Dräger.

FDA bestätigt regulatorische Relevanz für interoperable Medizingeräte

(v.l.n.r.) Dr. Martin Kasparick, B.Braun; Dr. David Gregorczyk, Dräger; Kathrin Riech, Dräger und Björn Andersen, Dräger wurden von der IEEE für ihre Normenarbeit ausgezeichnet.
© Drägerwerk AG & Co. KGaA

Mit der Aufnahme der IEEE 11073-10701:2022 in die Recognized Consensus Standards-Datenbank der FDA wurde ein bedeutender Meilenstein für die internationale Medizintechnik erreicht: Erstmals sind alle Inhalte der IEEE 11073 Service-oriented Device Communication (SDC)-Normenfamilie weltweit regulatorisch anerkannt. Daraus ergeben sich weitreichende Vorteile für Unternehmen und Gesundheitsdienstleister. Hersteller können die anerkannte Norm in Zulassungsanträgen nutzen. Dies kann die Konformitätsbewertung und den Dokumentationsaufwand für den Marktzugang bereits heute schon in vielen Ländern und künftig auch global erheblich vereinfachen. Standardisierte Schnittstellen können Kliniken dabei helfen, die Datenverfügbarkeit zu erhöhen, Fehlerquellen zu reduzieren und den Integrationsaufwand für ihre Medizingeräte zu verringern.

Dräger setzt auf offene Partnerschaften

Industrieübergreifende Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung klinischer Herausforderungen. Dräger arbeitet dazu eng mit etablierten Unternehmen und innovativen Start-ups zusammen, um die Akutversorgung durch vernetzte Medizingeräte gezielt zu verbessern. Im Fokus stehen Assistenzsysteme und automatisierte Abläufe, die medizinisches Personal entlasten und die Patientenversorgung optimieren. Als Initiator und Erstanwender des internationalen IEEE 11073 SDC-Standards ist es Dräger besonders wichtig, interoperable Medizintechnik herstellerübergreifend in einem offenen Ökosystem zu integrieren. SDC-fähige Geräte tauschen Daten sicher und bidirektional aus – eine Grundlage für intelligente klinische Anwendungen und fundierte Therapieentscheidungen.

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