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OP-Erweiterung am St. Elisabeth-Hospital Herten erfolgreich abgeschlossen

Neubau und Modernisierung bei laufendem Betrieb realisiert

Krampe - Schmidt Architekten GmbH am 7. April 2026

Die Erweiterung und Modernisierung des OP-Trakts am St. Elisabeth-Hospital in Herten ist erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt wurde von Krampe Schmidt Architekten im Auftrag der Stiftungsklinikum Proselis gGmbH geplant und als erster Bauabschnitt zwischen 2023 und 2025 bei laufendem Krankenhausbetrieb umgesetzt.

Blick auf den erweiterten OP-Trakt und die neu gestaltete Zentrale Notaufnahme/Liegendkrankenanfahrt des St. Elisabeth-Hospitals Herten, Foto: Hans Jürgen Landes

Kern der Maßnahme ist ein mehrgeschossiger Anbau an der Nordseite des Gebäudes. Auf der Fläche der ehemaligen Liegendanfahrt und Warenanlieferung entstand ein neuer OP-Bereich, der die funktionalen Abläufe deutlich verbessert. Die neu organisierte Rettungszufahrt als Schleusensystem ermöglicht künftig die parallele Abfertigung mehrerer Einsatzfahrzeuge und gewährleistet eine direkte Anbindung an die Operationssäle im ersten Obergeschoss.

Im Zuge der Baumaßnahmen wurde der OP-Trakt von 1500 auf 2000 Quadratmeter erweitert. Ergänzend dazu erfolgten der Ausbau der zentralen Notaufnahme, die Neuorganisation der Liegendkrankenanfahrt sowie die Verlegung der Technikzentrale. „Mit der Erweiterung des OP-Trakts konnten die Flächen deutlich vergrößert und die funktionalen Abläufe optimiert werden“, erläutert Karla Katzwinkel, Architektin und Projektleiterin bei Krampe Schmidt Architekten.

Eine besondere Herausforderung stellte die bauliche Integration des Neubaus in den Bestand dar. Aufgrund bergbaubedingter Setzungen weist das bestehende Gebäude unterschiedliche Höhenniveaus auf. Diese wurden durch eine speziell entwickelte Rampenlösung miteinander verbunden und barrierefrei erschlossen. „Die Anpassung an das geneigte Bestandsgebäude erforderte eine präzise planerische Abstimmung, um einen reibungslosen Übergang zwischen Alt- und Neubau sicherzustellen“, ergänzt Raphael Büsing, Architekt und Bauleiter des Projekts.

Die Realisierung erfolgte unter besonderen Anforderungen an Bauablauf und Logistik, da der Krankenhausbetrieb während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt aufrechterhalten wurde. In einem zweiten Bauabschnitt wird der OP-Trakt im bestehenden Hauptgebäude nun weiterentwickelt, mit einem besonderen Fokus auf die Aufwachräume. Ziel ist es, diese funktional und räumlich an aktuelle Anforderungen anzupassen.

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