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BRÜCKE fängt Menschen mit psychischen Problemen auf

Projekt kombiniert stationäre Behandlung und Videotherapie in innovativem Versorgungsangebot

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am 2. September 2026

Bei psychischen Erkrankungen gilt: Je eher diese behandelt werden, desto besser ist die Prognose für die Patientinnen und Patienten. Auch das Risiko einer Chronifizierung ist bei einem frühzeitigen Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten deutlich geringer. Gleichzeitig ist es für Betroffene oft schwierig, zeitnah einen wohnortnahen Therapieplatz zu finden. Das Modellprojekt BRÜCKE möchte diese Lücke mit einem innovativen Versorgungsangebot schließen.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) führt das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms rehapro in Kooperation mit den Trägern der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Rheinland, Hessen und Nordbayern durch. Versicherte der genannten Träger, die an einer beginnenden psychischen Erkrankung leiden und noch keinen Therapieplatz gefunden haben, können an dem Programm teilnehmen.

Die Leistung beginnt mit einem zweiwöchigen stationären Aufenthalt in der Paul-Ehrlich-Klinik Bad Homburg. In dieser Zeit wird eine psychologische Diagnostik durchgeführt. In einer intensiven Einzelbetreuung lernen die Teilnehmenden ihren Bezugstherapeuten oder ihre Bezugstherapeutin kennen. Die Patientinnen und Patienten können zudem an Bewegungsangeboten teilnehmen, erlernen Entspannungsübungen und nehmen an Gruppenangeboten zum Beispiel zum Thema Stressbewältigung teil.

Nach der Entlassung wird die Behandlung ambulant fortgeführt. In wöchentlichen fünfzigminütigen Videosprechstunden arbeiten die Patientinnen und Patienten mit ihrem Bezugstherapeuten oder ihrer Bezugstherapeutin an ihren Therapiezielen. Die maximale Behandlungszeit beträgt sechs Monate, kann aber bei Erreichen der Therapieziele oder dem Übergang in eine wohnortnahe ambulante Therapie kürzer ausfallen.

Therapieplätze sind noch bis Mitte 2027 zeitnah verfügbar. Interessierte Patientinnen und Patienten können nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin und einer Prüfung der medizinischen Eignung einen Antrag stellen.

Weitere Informationen zum Ablauf, zu den Voraussetzungen der Teilnahme, der Antragsstellung sowie Informationen für behandelnde Hausärztinnen und Hausärzte erhalten Interessierte auf den folgenden Seiten:

Projekt Brücke – wissenschaftlicher Hintergrund

Paul-Ehrlich-Klinik_Brücke

Unterlagen für medizinisches Fachpersonal

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