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10 Okt

Rheumazentrum Ruhrgebiet lädt zur 185. Fortbildungsveranstaltung

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17:30 von St. Elisabeth Gruppe GmbH

Am Mittwoch, den 10. Oktober 2018, lädt Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet, zur 185. Fortbildungs¬veranstaltung ein. Die Referenten berichten über die neuesten immunologischen Aspekte in der Therapie von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Dies beinhaltet auch das wichtige Thema der Impfungen, die Therapie mit Immunglobulinen und die Bedeutung von Immuncheckpoint-Inhibitoren.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet, insgesamt sind ca. 2% der Bevölkerung betroffen. Viele dieser Erkrankungen verlaufen chronisch und werden mit Medikamenten behandelt, die immunsuppressiv wirken. Das bedeutet, dass das Immunsystem zumindest zum Teil beeinträchtigt werden kann. Dies kann zu einer Häufung von Infekten führen. Deshalb sind rechtzeitige Impfungen wichtig.
Daher erhalten die Teilnehmer von PD Dr. Ole Wichmann vom Robert Koch-Institut detaillierte Informationen über die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO für Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen.

Zudem berichtet Dr. Kalliopi Pitarokoili über Mechanismen und neueste Erkenntnisse in der Behandlung von neurologischen und anderen Autoimmunerkrankungen mit Immunglobulinen. Diese im Rahmen einer medikamentösen Infusionstherapie eingesetzten Medikamente dienen dazu, das Immunsystem wieder in die richtige Bahn zu bringen und so die Zerstörung körpereigener Zellen aufzuhalten.

Das Immunsystem verfügt über eine Reihe von Mechanismen, um überschießende Abwehrreaktionen von T-Lymphozyten zu verhindern. Tumore missbrauchen diese Immunkontrollpunkte, um die gegen sie gerichtete Immunabwehr außer Kraft zu setzen. Hier greifen Checkpoint-Inhibitoren ein: Sie hemmen die Signalwege, befreien damit die gebremsten T-Zellen und geben der Körperabwehr die Möglichkeit, den Tumor zu attackieren. Dies ist ein riesiger Fortschritt in der Therapie von bösartigen Erkrankungen. Zwei Forscher haben dafür gerade den Nobelpreis erhalten. Leider kommt es dabei zu zum Teil starken Nebenwirkungen im muskuloskelettalen System. Darüber berichtet PD Dr. Alexander Baraniskin ausführlich.
Die Veranstaltung richtet sich an medizinisches Fachpublikum und beginnt um 17.30 Uhr im Vortragsraum des Rheumazentrum Ruhrgebiet, Claudiusstr. 45, 44649 Herne. Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter Fon 0 23 25 – 592 – 131.


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