Wir können Gesundheit

„Wir helfen Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen“

Zehn Jahre Zahnambulanz in Luthers Waschsalon

Universität Witten/Herdecke am 12.07.16

csm_jubilaeum_zahnambulanz_bfd61a3a67Mit einer gespendeten Zahnarzteinrichtung begann am 1. März 2006 die Erfolgsgeschichte der Zahnambulanz in Luthers Waschsalon. Seit jeher getragen von ehrenamtlichen Engagement, wird Menschen in sozialen Schwierigkeiten eine medizinische Behandlung möglich gemacht – auch dank einer Kooperation zwischen der Diakonie Mark-Ruhr und der Universität Witten/Herdecke (UW/H).

Mit einem Empfang am 7. Juli hat die Diakonie nun das zehnjährige Jubiläum gefeiert. „Die Nachfrage ist ungebrochen groß, wir helfen Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Ohne Ansehen der Person, der Herkunft und des Geldbeutels“, betont Dr. Hans Ritzenhoff, der sich seit nunmehr neun Jahren ehrenamtlich als Zahnarzt in Luthers Waschsalon einbringt. Lob und Dank gab es auch von Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning in Richtung der Ehrenamtlichen in Luthers Waschsalon und Studierenden der UW/H. Zahnmedizin- und Humanmedizin-Studierende im fortgeschrittenen Semester können hier unter Aufsicht praktische Erfahrungen sammeln.

„Wir sind stolz darauf, dass wir in Luthers Waschsalon die Behandlung von Menschen in sozialen oder finanziellen Notlagen unterstützen können. Als Universität wollen wir nicht nur lehren und forschen, sondern auch einen Beitrag zum Gemeinwesen leisten und da liegen uns insbesondere Menschen in Notlagen am Herzen“ sagt Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der UW/H.

Zweifelsohne hatten Lob und Anerkennung für den beispielgebenden Einsatz in der zehnjährigen Geschichte der Zahnambulanz am Donnerstag ihren berechtigten Platz. Der theologische Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, Pfr. Martin Wehn, griff überdies die Thematik auf, dass immer mehr EU-Bürger das Angebot in Anspruch nehmen. „Gerade im Blick auf den Krankenversicherungsschutz der zahlreichen zugezogenen Menschen aus Bulgarien und Rumänien ohne Festanstellung sehen wir Handlungsbedarf.“

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