Wir können Gesundheit

Girls‘ und Boys‘ Day 2018

Universitätsklinikum Essen am 26.04.18

Die Plätze sind bereits seit Wochen ausgebucht, das Programm steht und am Donnerstag, den 26. April 2018 ist es endlich wieder soweit: 109 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 16 Jahren nehmen am Girls‘ und Boys‘ Day auf dem Campus des Universitätsklinikums Essen teil, den das UK Essen und die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen wieder gemeinsam ausrichten; darunter viele Töchter und Söhne von Beschäftigten. Die Kinder besuchen an diesem Tag in kleinen Gruppen die unterschiedlichsten Bereiche und schnuppern genau in die Berufe hinein, die nicht typisch weiblich oder typisch männlich geprägt sind. Dieser Tag soll dabei helfen, das spätere Berufswahlverhalten weniger stereotyp verlaufen zu lassen. Tatsächlich kann dieser Tag berufliche Orientierung geben. Im vergangenen Jahr äußerte einer der jungen Teilnehmer am Nachmittag begeistert: „Eigentlich wollte ich immer Pilot werden, aber jetzt weiß ich, dass ich viel lieber Molekularbiologe werden will.“

Kliniken, Institute und Einrichtungen organisieren mit großem Engagement viele unterschiedliche Programmpunkte. Für die Mädchen stehen an diesem Tag Einblicke in technische Themen auf dem Programm. In der Medizintechnik wird beispielsweise die Frage beantwortet: „Kann Technik gesund machen?“, in der Radiologie schauen die Mädchen in das Körperinnere. Sie erfahren in der Elektrowerkstatt, was auf dem Klinikgelände ohne Strom los wäre und wozu es eigentlich eine Druckerei am Klinikum gibt. Auch informations- und sicherheitstechnische Themen gehören an diesem Vormittag dazu: Was muss an einem Krankenhaus alles sicher sein? Was leistet die IT in einem Krankenhaus? Auch ein Ausflug in die Welt der Elektronenmikroskopie ist möglich, im Imaging Center wird so der alltägliche Mikrokosmos erforscht. In der Gynäkologie führen die Mädchen einen Ultraschall durch, in der Notaufnahme wird genäht, gegipst und geschraubt. Außerdem verraten die Pflegedirektion des UK Essen und die Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Fakultät, wie Frauen es in Führungspositionen schaffen: Wie werde ich eigentlich Professorin, Pflegedienstleitung oder Pflegedirektorin? Und was macht man da eigentlich?
Die Jungen werfen an diesem Tag einen Blick in die vorwiegend bei Frauen beliebten Berufe. Sie erfahren, was Gesundheits- und Krankenpfleger jeden Tag machen, wie der Alltag eines Erziehers im Betriebskindergarten aussieht und lernen die Kinderklinik von innen kennen. In der MTLA-Schule sehen und messen sie Dinge, die sonst unsichtbar sind, bringen in der Molekularbiologie Zellen zum Leuchten und erfahren wie hören, riechen und schmecken funktioniert und was im Operationssaal der HNO-Klinik gemacht wird. Außerdem üben die Jungen im Simulation-Patienten-Programm des Lehr- und Lernzentrums echte Untersuchungen am „falschen“ Patienten, lernen in der Neurologie Techniken wie Doppler, EEG und viele weitere kennen und werden im Skills Lab des Lehr-Lernzentrums zu kleinen Lebensrettern ausgebildet.

Nach dem Mittagessen absolvieren alle Kinder gemeinsam das „Medizinstudium kompakt“, ausgerichtet durch das Team des Skills Lab. Ausgestattet mit weißen Kitteln und Namensschildern dürfen die Mädchen und Jungen an denselben Simulatoren lernen, die auch in der Ausbildung der Medizin-Studierenden verwendet werden. Sie wechseln Verbände, hören gegenseitig Herz und Lunge mit dem Stethoskop ab, üben Beatmung und Herzdruckmassage und dürfen sogar Kunstblut an Simulatoren entnehmen. Den Abschluss bildet die feierliche Überreichung der Teilnahmeurkunden.

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