Wir können Gesundheit

„Wir werden EINS“

Update Bauplanung Herbst 2018

St. Franziskus-Stiftung Münster am 26.09.18

Projektmanager Dirk Wiese und Geschäftsführer Frank Lohmann (v.l.n.r.) stellten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH jüngst den aktuellen Stand der Planungen des Projektes „wir werden EINS“ vor (Bild: Strätker).

„Wir werden EINS“. – Im Januar 2017 gaben Dr. rer. pol. Klaus Goedereis, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster sowie Frank Lohmann, Geschäftsführer der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH, mit dem gesamten Direktorium das vollständige Zusammenwachsen der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und des St. Josef-Krankenhauses Hamm-Bockum-Hövel bekannt. „Indem wir die medizinischen Leistungen an einem Ort bündeln, haben wir neue Möglichkeiten, die eine enge, fachübergreifende Zusammenarbeit aller Disziplinen deutlich einfacher machen und auch die Patienten profitieren von den kürzeren Wegen. Darüber hinaus reagieren wir auf den wachsenden Bedarf an medizinischen Leistungen durch die demografische Entwicklung und die zunehmend komplexeren Behandlungsmöglichkeiten, die einen hohen Spezialisierungsgrad in fachlichen Zentren erfordern“, so Goedereis.

Nachdem bei der Bekanntgabe der Zukunftspläne lediglich die Ergebnisse der Vorabplanung präsentiert werden konnten, standen die vergangenen eineinhalb Jahre ganz im Zeichen der Detailplanungen. „Es ist gar nicht so einfach, den vielfältigen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden, die die Integration der Fachabteilungen an die Räumlichkeiten in der St. Barbara-Klinik stellt“, erläutert Dirk Wiese, Projektmanager an der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH. Er ist eigens für die Umsetzung des großen Projektes eingestellt worden und bei ihm laufen sprichwörtlich die Fäden zusammen. „Die Ärzte, die Pflegenden, die Hygiene, die Logistik, die Medizintechnik, die Lüftung, der Brandschutz und, und, und. Jeder Bereich muss berücksichtigt werden.“ Dazu saßen die Fachplaner gemeinsam mit den zukünftigen Nutzern und den klinikeigenen Fachleuten regelmäßig zusammen, um die bestmöglichen Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen an die zukünftige Struktur der St. Barbara-Klinik zu erarbeiten.

Infrastruktur für die Herausforderungen der Zukunft

Dementsprechend hat sich der Planungsstand vom Januar 2017 kontinuierlich weiterentwickelt, so dass die Planer nun ein Konzept vorstellten, das den Herausforderungen der Zusammenführung beider Standorte unter einem Dach gerecht wird. Dem derzeitigen Planungsstand nach wird es drei Anbauten an das bestehende Gebäude der St. Barbara-Klinik geben, in denen die derzeit im St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel bestehenden Bereiche voraussichtlich folgendermaßen untergebracht werden:

  • Neubau Funktionstrakt (Zentral-OP, Urologie, Handchirurgie, Technik, Logistik)
  • Anbau Bettenhaus (Endoskopie, Pflegestationen, Technik, Lager)
  • Erweiterung Intensivstation

Die Ambulanzräumlichkeiten der Inneren Medizin, der Allgemein- und Visceralchirurgie mit dem Department Oberbauch- und Endokrine Chirurgie und Adipositaszentrum sowie der Unfallchirurgie und die Räumlichkeiten der Hämato-Onkologie werden voraussichtlich in die vorhandenen Bereiche der St. Barbara-Klinik integriert. Auch die Palliativmedizin wird in bereits bestehenden Räumlichkeiten untergebracht. Hierfür werden ebenfalls einige Umbaumaßnahmen erforderlich sein.

Planungsprozess läuft kontinuierlich weiter

Laut den Planern ist die die Entwurfsplanung noch nicht komplett abgeschlossen und es gibt noch einige Punkte zu klären, bevor der Bauantrag gestellt werden kann. „Es kommen einfach unglaublich viele Aspekte zusammen. So ist für einen solchen Planungsprozess beispielsweise eine Vielzahl an Gutachten notwendig. Da warten wir teilweise noch auf Ergebnisse, die dann wiederum die Planung beeinflussen“, erklärt Frank Lohmann einige Gründe, warum die Planungen ihre Zeit brauchen. Liegt dann eine Baugenehmigung vor, können die Partner gesucht werden, mit denen die anstehenden Arbeiten umgesetzt werden. „Dann kann man endlich auch von außen die Fortschritte unseres Vorhabens sehen“, ist sich Lohmann sicher.

Nächster Schritt: Parkplatzerweiterung

Der nächste sichtbare Schritt wird die Erweiterung der Parkflächen rund um die St. Barbara-Klinik sein, um dort die angespannte Parkplatzsituation zu entlasten und sich für den veränderten Verkehrsstrom der Zukunft aufzustellen. Dazu wird der untere Parkplatz in Richtung Enniger Weg / Vogelstraße ebenerdig mit 180 Stellplätzen erweitert. Die Anzahl der Parkplätze geht damit deutlich über die planungsrechtlichen Vorgaben hinaus. Die optische Gestaltung orientiert sich an den bestehenden Parkflächen und der Parkplatz wird durch einen äußeren Wall mit Bäumen und Sträuchern umrandet. Die zentrale Zufahrt bleibt an der jetzigen Stelle bestehen. Allerdings stehen bis zu den ersten Erdbewegungen noch die Rückmeldungen einiger Gutachter und damit die Umsetzung finaler Planungsschritte aus, so dass mit dem Baubeginn erst im Frühjahr 2019 gerechnet werden kann.

Nachnutzung des St. Josef-Krankenhauses im Sinne des Stadtteils gestalten

Das Gebäude und das Grundstück des St. Josef-Krankenhauses in Hamm-Bockum-Hövel sind in den Prozess der städtebaulichen Rahmenplanung der Stadt Hamm für den Stadtteil Bockum-Hövel mit aufgenommen worden. Interessierte Investoren werden ermutigt, ihre Ideen in den Prozess mit einzubringen. „Uns ist es wichtig, dass ein nachhaltiges Konzept zur Nachnutzung entsteht“, sagt der Geschäftsführer der St. Barbara-Klinik Hamm GmbH.
Und auch wenn die Planungen für die vielen verschiedenen Maßnahmen, die für ein so großes Vorhaben wie die Integration des St. Josef-Krankenhauses in die St. Barbara-Klinik notwendig sind, mittlerweile schon eineinhalb Jahre dauern, sind die Verantwortlichen sicher, den richtigen Schritt in die Zukunft zu machen: „Wir sind überzeugt, dass wir die Klinik auf diesem Wege für die medizinischen und pflegerischen Herausforderungen der Zukunft aufstellen“, sagt Lohmann und ruft dabei die fachübergreifende und spezialisierte Versorgung mit kurzen Wegen für die Patienten unter einem Dach in Erinnerung.

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