Wir können Gesundheit

hsg-Delegation besuchte WHO und UN in Genf

Hochschule für Gesundheit am 16.10.18

An der Exkursion nahmen zehn hsg-Studierende teil, zwei hsg-Professorinnen, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der hsg Bochum sowie eine Vertreterin von der ZHAW in Winterthur (Schweiz). Foto: hsg

Eine Delegation der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat Anfang September 2018 in Genf die Vereinten Nationen (UN) und die World Health Organization (WHO) besucht. Exkursionsleiterin und Organisatorin Prof. Dr. Ute Lange vom Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der hsg Bochum begleitete die Gruppe von Studierenden und Hebammenwissenschaftlerinnen. Neben jeweils fünf Studierenden aus dem Department of Community Health und des Master-Studiengangs ‚Evidence-based Health Care‘ (EbHC) nahmen auch Prof. Dr. Rainhild Schäfers und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mirjam Peters – beide wie Ute Lange aus dem Bereich der Hebammenwissenschaft – sowie Astrid Krahl von der ZHAW in Winterthur (Schweiz) teil.

Lange: „Wir hatten ein tolles Programm in Genf und haben sehr gute Einblicke in die Institutionen von WHO und UN erhalten und miterleben können, wie der politische Diskurs funktioniert. Es wurde deutlich, wie wichtig die allgemeinen Menschenrechte für unsere Arbeit rund um die Gesundheit von Menschen sind und dass wir sie bei den Überlegungen zur Entwicklung von Konzepten berücksichtigen müssen. Wir möchten uns noch einmal herzlich dafür bedanken, dass sich die Ansprechpartner*innen vor Ort die Zeit für uns genommen und uns diese Einblicke gewährt haben.“

Zu Beginn stand eine Einladung von Prof. Dr. Theresia Degener, die seit dem Jahr 2013 Mitglied des Ausschusses der UN für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und seit 2017 dessen Vorsitzende ist. Degener gab den Besuchern aus Deutschland zudem Informationen über die UN-Behindertenrechtskonvention und nahm sich in einem persönlichen Treffen Zeit, um im Gespräch Fragen der Studierenden zu beantworten.

„Auch die Themen Reproduktionsgesundheit und Elternschaft, welche wir gerade im Rahmen des Master-Studiums besprechen, konnten wir vor Ort noch einmal tiefergehend diskutieren. Das war für die Studierenden sehr spannend“, so Lange.

So berichtete auch Anna Lena Rütten, Studierende im Master-Studiengang EbHC, nach der Genf-Reise von einer Sitzung in einer Nebensession der UN-Behindertenrechts-Länderreporte, die die Studierenden auf Einladung von Theresia Degener besuchen durften und in der die Vertreterinnen der Organisation ‚Women Enabled international‘ über die Rechte von Frauen mit Behinderung – wie Bildung, Arbeit und Gesundheit – referierten.

„Es wurde unter anderem über das Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit gesprochen. Das war aus der Sicht als Hebamme der spannendste Vortrag und hat mir verdeutlicht, wie viel Arbeit auch gut entwickelte Länder, wie Deutschland, in diesem Bereich noch zu leisten haben“, sagte Rütten, die auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Hebammenwissenschaft der hsg Bochum arbeitet. Für ihr weiteres Studieren und Arbeiten möchte sie sich nun intensiver mit dem Thema ‚Human Rights in Childbirth‘, also Menschenrechte im Kontext von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, beschäftigen und „die Perspektive von Menschen mit Behinderung öfter mitdenken“.

Auch der Studienbereich Hebammenwissenschaft an der hsg Bochum plant, das Thema zu verstetigen. „Das Thema ‚Human Rights in Childbirth‘ werden wir als Tagung einführen, so dass sich alle Studierenden der Hebammenwissenschaft einmal mit dem Thema im Laufe ihres Studiums befassen“, erklärte Ute Lange.

Die Delegation war weiterhin zu einem eigens für sie ausgearbeiteten Programm in die WHO eingeladen. Lange: „Uns wurde die Arbeit der WHO vorgestellt und die Bedeutung der Gesundheitsberufe mit dem Schwerpunkt Midwifery für die Arbeit innerhalb der WHO.“

Beeindruckt war Valerie Kowalczyk, Studentin des Studiengangs ‚Gesundheit und Diversity‘, von der „uneingeschränkten Gastfreundschaft der Genfer. Überall wurde man herzlich empfangen und willkommen geheißen“. Sie sei sehr dankbar dafür, die Möglichkeit erhalten zu haben, nach Genf zu reisen, um die Institutionen WHO und UN näher kennenzulernen.

Michael Tengen, der an der hsg Bochum ‚Gesundheit und Diversity‘ studiert, erlebte den Länderreport von Bulgarien in der UN als „Highlight“. Tengen: „Es war sehr spannend, eine Konferenz bei der UN live zu erleben. Im Nachhinein würde mich interessieren, welche Auswirkung die Konferenz auf das Land Bulgarien hat. Was genau wird das Land Bulgarien verbessern beziehungsweise verändern?“

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