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Grüner Star: Experten tagen in Bochum

Zum "5. Glaukom-Update" erwartet das Knappschaftskrankenhaus mehr als 150 Spezialisten aus ganz Deutschland

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 28.11.18

Quelle: Fotoabteilung, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

Das Glaukom, im Volksmund Grüner Star genannt, ist eine der wichtigsten Ursachen für Sehverlust und Erblindung – wenn es nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Über neueste Technologien in Diagnostik, Therapie und Forschung zu diesem Leiden berichten Glaukomspezialisten am Samstag, 1. Dezember, beim „5. Bochumer Glaukom-Update“, zu dem Veranstalter Prof. Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, in diesem Jahr mehr als 150 Mediziner aus allen Teilen Deutschlands begrüßen kann.

Die Veranstaltung besitzt unter Deutschlands Augenärzten ein hohes Renommee, was zum einen an der innovativen Versorgung liegt, die Patienten mit Glaukom in der Augenklinik Bochum zugutekommt. „Wir setzen in steigendem Maße die sogenannte minimal-invasive Glaukomchirurgie, genannt MIGS, bei unseren Patienten ein,“ erklärt Dick. „Bei diesen Interventionen wird nach einer ganz kleinen Inzision ein Stent implantiert, der den Abfluss des Kammerwassers im Auge fördert und damit den Augeninnendruck, den wichtigsten Risikofaktor des Glaukoms senkt. Darüber hinaus betreuen wir viele Glaukompatienten konservativ mit Medikamenten, die den Augendruck reduzieren und damit eine Schädigung des Sehnerven – dies ist das Charakteristikum des Grünen Stars – verhindern sollen.“ Menschen, die an Glaukom erkrankt sind, erleiden typischerweise aufgrund der langsam fortschreitenden Schädigung des Sehnerven Ausfälle im Gesichtsfeld. Nicht immer bemerkt der Betroffene diese selbst, wenn sie in der Peripherie der Wahrnehmung liegen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Augenerkrankungen bleibt beim Grünen Star das Zentrum des Sehens, die Sehschärfe, nämlich zunächst erhalten.

Zum anderen ist das zur Bochumer Augenklinik gehörende Forschungslabor eines der wichtigsten Zentren in Deutschland, in der die Grundlagen der noch nicht bis ins letzte Detail entschlüsselten Krankheit erforscht werden. Auf der Tagung im Veranstaltungszentrum der RUB wird die Leiterin der Forschungseinrichtung, Privatdozentin Dr. Stephanie Joachim, darüber berichten. Weitere Programmpunkte sind die Präsentationen von Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Mainz) zur minimal-invasiven Glaukomchirurgie und die des Gastgebers Prof. Dr. Burkhard Dick zu einem neuen Implantat, mit dem Betroffenen geholfen werden soll. Schätzungen zufolge haben in Deutschland mehr als eine Million Menschen ein Glaukom oder den Risikofaktor, einen erhöhten Augendruck.

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