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Volkskrankheit Sodbrennen

Klinik für Gastroenterologie informierte über Behandlungsmöglichkeiten

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 06.12.18

Dr. Viktor Rempel (2. v. l.), Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, und sein Leitender Oberarzt Dr. Christoph Dobrescu (l.) informierten zusammen mit Dr. Nurettin Albayrak (r.), Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Dr. Martin Jazra (2. v. r.), Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, sowie Olaf Engelke (3. v. r.), Facharzt für Gastroenterologie, und Karla Loebert, Ernährungsberaterin, zahlreiche Interessierte über moderne Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Sodbrennen

Am vergangenen Mittwoch, dem 05. Dezember 2018, kamen zahlreiche Teilnehmer zur Patientenveranstaltung der Klinik für Gastroenterologie im St. Anna Hospital Herne, wo Experten über das Thema „Sodbrennen – Von der Diagnose bis zur Behandlung“ informierten.

Sodbrennen verursacht lästige Beschwerden – das Brennen in der Speiseröhre ist aber oft harmlos und geht wieder vorbei. Es sei denn, es handelt sich um das Symptom einer Refluxkrankheit. Unter dieser leiden schätzungsweise sieben Prozent der Deutschen. In seinem einleitenden Vortrag ging Dr. Christoph Dobrescu, Leitender Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie im St. Anna Hospital Herne auf die Entstehung und Diagnose dieser Volkskrankheit ein. „Nicht nur Sodbrennen, auch Schluckbeschwerden, chronischer Husten und saures Aufstoßen können Anzeichen für eine Refluxerkrankung sein“, so Dobrescu. Im Anschluss gab Ernährungsberaterin Karla Loebert Tipps, wie die Ernährung bei Refluxbeschwerden gestaltet werden kann. Hier sind vor allem eine fettarme und eiweißreiche Ernährung sowie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol zu empfehlen.

Ist eine Refluxerkrankung diagnostiziert, gilt es, die richtige Therapie zu ihrer Behandlung zu wählen. Olaf Engelke, niedergelassener Facharzt für Gastroenterologie, ging in seinem Beitrag auf die Vor- und Nachteile verschiedener Medikamente ein. „Da die Medikamente zwar die Symptome abschwächen, nicht aber die Ursachen bekämpfen, müssen diese häufig ein Leben lang eingenommen werden“, so Engelke. Endoskopische oder operative Verfahren sind daher in einigen Fällen sinnvoll. Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, präsentierte im Anschluss neueste endoskopische Behandlungsmethoden. „Eine Endoskopie ist vor allem dann angebracht, wenn das Sodbrennen mit ‚Alarmsymptomen‘, wie Erbrechen oder Blutungen, einhergeht“, erläuterte Rempel. Auch die Entwicklungen bei operativen Eingriffen wurden von den Experten vorgestellt. „Diese werden heute minimal-invasiv, mit nur kleinen Schnitten und der Unterstützung durch spezielle OP-Roboter durchgeführt“, hielt Dr. Nurettin Albayrak, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie abschließend fest. Bei der operativen Therapie wird aus dem oberen Teil des Magens eine Manschette gebildet, die um den unteren Schließmuskel der Speiseröhre gelegt wird und diesen unterstützt. So kann der Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre gestoppt werden.

Nach den Vorträgen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, den verschiedenen Experten weiterführende Fragen zu stellen und die Thematik bei einem gemeinsamen Imbiss zu vertiefen.

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