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Neue Lehrveranstaltung „Differenzierte Chirurgie“

Kompetenz- und Lernergebnisorientiert

Universitätsklinikum Essen am 14.01.19

Dr. Stephanie Herbstreit, Prof. Dr. Marcel Dudda, Quelle Medizinische Fakultät, Harrell)

Wichtiger Erfolg für die Vermittlung chirurgischer Kompetenzen an der Medizinischen Fakultät. Unter der Federführung Prof. Dr. Marcel Dudda und Dr. Stephanie Herbstreit am Universitätsklinikum Essen wird eine neue und innovative Lehrveranstaltung im Rahmen des Förderprogramms Lehr- und Lern-Innovation an der Universität Duisburg-Essen mit 10.000 Euro gefördert.

Ein Großteil des Studiums besteht aus Vorlesungen und Seminaren mit Frontalunterricht, um die Fülle des medizinischen Wissens zu transportieren. Um aber komplexe ärztliche Kompetenzen vermitteln zu können, wie Problemlösungsstrategien und die Fähigkeit, ethische Entscheidungen zu treffen, bedarf es besonderer Lehrmethoden, die eine aktive und eigenverantwortliche Herangehensweise der Studierenden fördern. Im Essener Medizinstudium setzt man deshalb auf innovative Lehr- und Lernformate.

Das Konzept der neuen Lehrveranstaltung „Differenzierte Chirurgie“ basiert auf einem sogenannten Inverted-Classroom. Die rund 120 Studierenden des sechsten und zugleich letzten klinischen Semesters erhalten in diesem Kurs bereits vor dem Unterricht über die Lern-Plattform Moodle wesentliche Inhalte und Aufgabenstellungen und erarbeiten diese selbstständig und in ihrem individuellen Lerntempo. Wiederholungen sind dabei jederzeit möglich und wo individueller Bedarf besteht, können die Studierenden jederzeit tiefer in bestimmte Teilaspekte eines Themas einsteigen.
Im Kurs erlernen sie die Bearbeitung von konkreten Patientenfällen und diskutieren diagnostische sowie therapeutische Entscheidungen im Team.
Damit geht das Unterrichtskonzept weit über den Erwerb von reinem Faktenwissen hinaus. Da die Studierenden sich die Inhalte aktiv erarbeiten und das Wissen im Kurs anwenden, erwerben sie zugleich eine stark anwendungsbezogene Methodenkompetenz. Aber auch ihr kritisches Denken, die Kommunikation, die Arbeit im Team und der Umgang mit digital unterstützter Diagnostik werden aktiv gefördert. „Die Studierenden lernen, klinische Entscheidungen zu treffen und dabei chirurgisches Patienten-Management zu bedenken“, so Dr. Stephanie Herbstreit, die den Kurs entwickelt hat.

Beteiligt sind neben der Unfallchirurgie acht weitere chirurgisch tätige Fächer (Allgemeinchirurgie, Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Gynäkologie und Urologie) die, nach unseren didaktischen Vorgaben, den Kurs inhaltlich mitentwickelt haben.

Hervorzuheben ist, dass so eine Förderung durch das Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung (ZHQE) der Universität Duisburg-Essen für eine innovative curriculare chirurgische Lehrveranstaltung als echter Erfolg zu werten ist, ergänzt Prof. Dudda.

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