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Hilfe bei Tumorschmerzen

Experten informierten über multimodale Schmerztherapie

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 14.03.19

Prof. Dr. Dirk Strumberg (l.), Direktor der Medizinischen Klinik III – Hämatologie und Onkologie, informierte zusammen mit einem interdisziplinären Expertenteam über Aktuelles aus der Schmerztherapie bei onkologischen Patienten.


Tumore können starke Schmerzen verursachen und onkologische Patienten belasten. Wie man diese Schmerzen behandeln kann und welcher Therapieansatz sich dafür eignet, war nun Gegenstand einer Fortbildung am vergangenen Mittwoch, dem 13. März 2019, im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Prof. Dr. Dirk Strumberg, Direktor der Medizinischen Klinik III – Hämatologie und Onkologie, informierte zusammen mit einem interdisziplinären Expertenteam in diesem Rahmen über Aktuelles aus der Schmerztherapie.

Schmerzen bei bösartigen Tumoren können für die Betroffenen ein äußerst belastendes Symptom sein. Fast jeder Tumorpatient ist im Verlauf seiner Erkrankung von Schmerzen betroffen, die unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen haben können. Dazu zählen Nervenschmerzen (Neuropathien), die beispielsweise durch eine Chemotherapie ausgelöst werden können, aber auch Nervenreizungen durch den Tumor oder Entzündungen sind keine Seltenheit. Doch Schmerzen sind nicht alleine auf körperliche Ursachen zurückzuführen – vielmehr wird das Schmerzerleben der Patienten auch von gedanklichen, gefühlsmäßigen und sozialen Einflüssen mitbestimmt. „Daher sind ein multimodaler Therapieansatz und damit die Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen bei der Behandlung von Tumorschmerzen unerlässlich“, berichtet Prof. Strumberg.

Die multimodale Schmerztherapie vereint die Expertise verschiedener Fachrichtungen. So arbeiten Schmerzmediziner, Onkologen, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten Hand in Hand, um ein individuelles Behandlungskonzept für die onkologischen Patienten zu entwickeln. Dies zielt darauf ab, nicht nur die Schmerzen zu lindern, sondern auch die durch den Schmerz eingeschränkten körperlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten wieder zu verbessern. Im Rahmen der Veranstaltung zeigte sich daher nicht nur, dass Sport und Bewegung einen positiven Einfluss auf den Schmerz haben, sondern dass auch die klinische Hypnose zur Schmerzreduktion eingesetzt werden kann. Darüber hinaus stellten die Fachspezialisten komplementäre und konventionelle Therapieansätze vor und gingen auf die zentrale Schmerzverarbeitung ein. Im Anschluss daran hatte das medizinische Publikum die Gelegenheit zum kollegialen Austausch mit den Referenten.

Krebs

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