Wir können Gesundheit

Umfrage zum Thema Hochschulambulanzen gestartet

Praxisorientierung im Studium weiter fördern

Hochschule für Gesundheit am 14.10.19

Das Interprofessionelle Gesundheitszentrum (InGe) der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat am 9. Oktober 2019 eine Umfrage unter den Hochschulen mit Studiengängen für Gesundheitsfachberufe im deutschsprachigen Raum zum Thema ‚Hochschulambulanzen‘ gestartet. Für diese Umfrage haben Prof. Dr. Christian Grüneberg (Vorstandsvorsitzender des InGe) und InGe-Geschäftsführer Stefan Palmowski ein Projektteam aus Kolleg*innen der SRH Hochschule Heidelberg, der Hochschule Osnabrück, der FH Joanneum in Österreich und der ZHAW in der Schweiz gebildet. Das Projektteam definiert in dieser Umfrage eine Hochschulambulanz (HSA) als ambulante Versorgungseinrichtung, die durch eine Hochschule konzipiert wurde und konzeptionell sowie institutionell mit dieser verzahnt ist.

Das InGe hat eine Umfrage zum Thema ‚Hochschulambulanzen‘ im deutschsprachigen Raum gestartet. Der InGe-Vorstand besteht aus v.l.n.r.: Prof. Dr. Christian Grüneberg, Prof. Dr. Wolfgang Deiters, Silvia Gosewinkel und Prof. Dr. Sandra Bachmann. Foto: hsg Bochum

„In Österreich, der Schweiz und in Deutschland stehen Hochschulen für Gesundheitsfachberufe vor der Herausforderung, wie sie für Studierende ein versorgungsbezogenes Lernen und Handeln mit Menschen mit gesundheitsbezogenen beziehungsweise therapeutischen Anliegen in authentischen Settings innerhalb der Hochschule ermöglichen können. Diese Menschen können beispielsweise Bürger*innen, Klient*innen, Patient*innen, Schwangere oder junge Familien sein. Vor diesem Hintergrund entwickeln und schaffen diese Hochschulen neue Strukturen, um Forschung, Lehre und praktische Patient*innenbehandlung in unterschiedlichen Versorgungssituationen zu verzahnen und in den Hochschulambulanzen zu ermöglichen“, erläuterte Christian Grüneberg.

Stefan Palmowski fügte hinzu: „Sowohl der für diesen Bereich unsichere und weiter zu entwickelnde Rechtsrahmen, aber auch organisatorische, didaktische und finanzielle Hürden stellen die Hochschulen dabei vor große Herausforderungen.“

Ziel der Umfrage ist es, einen Überblick über den Stand der Entwicklung von Hochschulambulanzen und eine Übersicht über deren Leistungsbereiche zu erhalten.

„Wir wünschen uns, dass wir als Ergebnis dieser Befragung eine fundierte Grundlage für ein Positionspapier zu Hochschulambulanzen für Gesundheitsfachberufe erstellen können und somit einen Eckpfeiler für den Aufbau eines Netzwerkes im deutschsprachigen Raum leisten. So können wir zukunftsfähige Konzepte in den Hochschulen etablieren und die Praxisorientierung der hochschulischen Ausbildung weiter fördern“, erklärte Grüneberg.

Die Ergebnisse der Umfrage wird das Projektteam am 7. November 2019 ab 15.00 Uhr im Rahmen eines Workshops auf der Dreiländertagung des Vereins zur Förderung der Wissenschaft in den Gesundheitsberufen (VFWG) an der hsg Bochum vorstellen. In dem Workshop ‚Hochschulambulanzen für Gesundheitsfachberufe aus der Dreiländerperspektive – Status Quo, Herausforderungen und Chancen‘ mit der Nummer W2.3 werden auch Praxisbeispiele aus den deutschsprachigen Ländern präsentiert – darunter das InGe der hsg Bochum.

Gesundheitsmetropole Ruhr

MedEcon Ruhr © 2019

Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr