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17. allgemeinmedizinische Portalpraxis in Westfalen-Lippe

Klinikum Vest GmbH am 20.11.19

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und das Klinikum Vest optimieren gemeinsam die Organisation der Notfallversorgung ihrer Patienten. Die Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen wurde dazu zu einer sogenannten Portalpraxis ausgebaut. Bisher befand sich die Praxis am Haupteingang der Klinik, nun wurde sie in die zentrale Notaufnahme des Hauses integriert und eröffnet am 25. November. Ziel ist es, Patienten mit dringlichen Beschwerden außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten zukünftig über einen gemeinsamen Anmeldetresen noch besser als bisher in die richtige Ver-sorgungsstruktur zu leiten.

Bereits seit 2014 können Patienten aus Recklinghausen und dem Umkreis, die in den Abendstunden, an Mittwoch- oder Freitagnachmittagen oder am Wochenende einen Arzt benötigen, aber keinen akuten Notfall darstellen, die KVWL-Bereitschaftsdienstpraxis am Klinikum Vest aufsuchen. Die neu geschaffene Portalpraxis zeichnet sich nun durch einen gemeinsamen Tresen von KVWL und Klinik aus. Hier werden die Beschwerden von Patienten, die eigenständig ins Krankenhaus kommen, durch medizinisches Fachpersonal anhand ihrer Dringlichkeit eingeschätzt. Im Anschluss werden die Patienten entweder an die KVWL-Bereitschaftsdienstpraxis oder an die Notaufnahme des Krankenhauses verwiesen und dort entsprechend behandelt.
„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung. Die gemeinsame Portalpraxis ermöglicht uns eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Klinikums Vest“, erklärt Dr. Werner Seibel, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Recklinghausen. „Durch die ge-meinsame Ersteinschätzung von Patienten können diese effektiver in die richtige Versorgungsstruktur geleitet werden. Das kommt natürlich der Behandlung der Patienten zu Gute. Außerdem entlastet dieses Vorgehen sowohl die Ärztinnen und Ärzte in der Bereitschafts-dienstpraxis der KV als auch in der Notaufnahme des Krankenhauses.“

Diese Vorteile sieht auch Peter Hutmacher, Geschäftsführer des Klinikums Vest: „Mit der Zusammenführung von KVWL-Bereitschaftsdienstpraxis und Notaufnahme konnten wir ne-ben der verbesserten Versorgung unserer Patienten zugleich interne Arbeitsabläufe dank zahlreicher Baumaßnahmen optimieren. Neben der Einrichtung einer neuen zentralen Anmeldung inkl. weiterer Nebenräume zur Ersteinschätzung (Triagierung) der Notfallpatienten wurden Behandlungs-, Funktions- und Nebenräume an neuer Stelle errichtet bzw. erweitert, zusätzliche Lagerflächen geschaffen, Möblierung, Boden- und Wandbeläge erneuert sowie technische Einrichtungen auf den neusten Stand gebracht. Auch die Wartezone haben wir in diesem Zuge für unsere Patienten modernisiert und deutlich vergrößert. Mit einer gemütlichen Bestuhlung, zwei neuen großen Bildschirmen und einem besonderen Lichtelement an der Decke in Kombination mit einer Fototapete an der hinteren Wand des Wartebereiches konnten wir für die Patienten eine möglichst angenehme Atmosphäre für die Wartezeit her-stellen. Wir freuen uns, dass dieses Projekt gemeinsam mit den Kollegen der KVWL im Sin-ne unserer Patienten und Mitarbeiter so reibungslos umgesetzt werden konnte.“

Dr. med. Stefan Schüßler, Ärztlicher Leiter Zentrale Notaufnahme und Notfallmedizin des Klinikums Vest: „In den medizinischen Notdiensten stellen sich Patienten mit unterschiedlichen Behandlungsbedürfnissen vor. Um auf diese medizinischen Anliegen individuell und zeitnah reagieren zu können, ist die Ergänzung der notfallmedizinischen Kompetenz einer leistungsfähigen Zentralen Notaufnahme durch die allgemeinmedizinische Erfahrung des KV-Notfalldienstes ideal. Mein persönliches Anliegen ist es, gemeinsam mit den Kollegen der KVWL, den Weg zur Hilfe für den Patienten so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Dank sehr kurzer Kommunikationswege finden wir in unserer neuen Portalpraxis gemeinsam schneller den besten Weg, um unsere Patienten optimal zu behandeln. Mit diesem Konzept kommt das Klinikum Vest dem Vorschlag des Gesundheitsministeriums entgegen und ist mit der Umsetzung Vorreiter in der Region.“

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