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Ingenieure erhalten Einblick in die Arbeit im OP

Workshop „Neurochirurgie für Ingenieure“ fördert Austausch zwischen Elektrotechnik und Medizin

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 12.11.19

Quelle: Fotoabteilung, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

In der Neurochirurgie wird ein breites Behandlungsspektrum für Erkrankungen des Gefäßsystems, Tumor- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie Bewegungsstörungen mithilfe modernster Therapiemethoden wie der tiefen Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“) behandelt. Verlässliche, präzise und gut zu bedienende Medizintechnik ist dabei unerlässlich. Doch diese kann nur mit fundierten Kenntnissen des Klinikalltags und der Arbeitsabläufe erfolgreich entwickelt werden. Um den intensiven Austausch zwischen Ingenieuren und den anwendenden Neurochirurgen zu fördern, hat das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum nach dem Erfolg im letzten Jahr nun zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) einen Workshop angeboten: ein Gewinn für alle Seiten – für Hersteller, den Anwender und am Ende auch für den Patienten.

Zunächst gab es in Fachvorträgen einen Einblick in die Grundlagen der Neurochirurgie, in die Sterilität im OP und zu aktiven Implantaten. Im anschließenden Praxisteil erlernten die Teilnehmer die Grundzüge des sterilen Arbeitens, wie beispielsweise das korrekte Anlegen von steriler Arbeitskleidung und das richtige Anreichen steriler Hilfsmittel im OP. Auch das Verhalten im OP-Saal wurde mit den Teilnehmern geübt, um sie auf den zukünftigen Einsatz beim Forscherkollegen oder Kunden gut vorzubereiten. „Mit diesem Basisrüstzeug werden sich die Teilnehmer bei ihrem Einsatz im OP als Techniker besser integrieren und den OP-Beschäftigten hilfreich zur Seite stehen können“, ist sich Privatdozent Dr. Mortimer Gierthmühlen, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie, sicher und freut sich über den erneuten Erfolg der Veranstaltung. Nachdem sich bereits im letzten Jahr viele Kontakte angebahnt haben, konnte sich die Plattform auch in diesem Jahr durch die vielen anregenden Diskussionen für den technisch-medizinischen Austausch weiter festigen.

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