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Senioreneinrichtungen Widumer Höfe gehen an den Start

Abwechslungsreich leben im Alter

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 31.01.20

Gemeinsames Kochen gehört zu den vielen Aktivitäten, an denen die Senioren der neuen Senioreneinrichtungen Widumer Höfe teilnehmen können. Bewohnerin Erna Janowicz hilft tatkräftig mit.

Anfang Januar stand ein großer Tag für die 105 Bewohner des Seniorenzentrums St. Georg in Herne Baukau an: Nach 16 Monaten Bauzeit konnten sie ihr neu errichtetes Zuhause in Herne Börnig beziehen. Für das Seniorenzentrum St. Georg beginnt damit nach 42 Jahren ein neues Kapitel – unter dem Namen Senioreneinrichtungen Widumer Höfe. Diese bieten in modernem Ambiente vielfältige Wohnformen für ein abwechslungsreiches Leben im Alter.

Es war eine logistische Herausforderung, die mit viel Tatkraft erfolgreich bewältigt wurde: Innerhalb weniger Tage zogen Mitarbeiter, Senioren und Ausstattung des Seniorenzentrums von Baukau nach Börnig. Ein Teil der St. Georg-Bewohner hatte jedoch einen deutlich kürzen Weg und durfte als Erstes umziehen. 13 Senioren hatten im vergangenen Jahr bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes Räumlichkeiten am Campus der St. Elisabeth Gruppe bezogen, der in Sichtweite der neuen Widumer Höfe liegt. Zu ihnen zählt auch Erna Janowicz. Die 87-Jährige hatte bereits vor ihrem Aufenthalt in St. Georg in Börnig gewohnt und die Gelegenheit genutzt, wieder in den bekannten Stadtteil zurückzukehren, als die Zimmer am Campus vergeben wurden. In ihrem Zimmer in den Widumer Höfen hat sie sich bereits eingerichtet, auch die gewohnten Möbel sind nach wenigen Tagen wieder an Ort und Stelle. „Der Umzug hat gut geklappt. An die neue Wohnumgebung muss ich mich allerdings noch gewöhnen“, so die Seniorin. „Nun freue ich mich darauf, dass wieder Routine einzieht, wie z. B. die nächste Kochrunde, bei der wir mithelfen können. Das ist immer schön.“

Vielfältige Unterbringungsmöglickeiten

Die Widumer Höfe umfassen zwei Wohnkomplexe mit 80 vollstationären Pflegeplätzen, 24 Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen sowie insgesamt 48 Plätzen in Wohngruppen, die sich speziell an Bewohner mit demenziellen Veränderungen und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen richten. Die lichtdurchfluteten Zimmer mit eigenem Bad sind modern, wohnlich und altersgerecht gestaltet. 12 Zimmer verfügen zudem als Besonderheit über Verbindungstüren, sodass z. B. Ehepaare Tür an Tür wohnen können. „Wenn es die Pflegesituation erlaubt, kann auch ein Zimmer als Schlaf- und das andere als Wohnzimmer genutzt werden. Damit bekommen die Zimmer Wohnungscharakter“, berichtet Einrichtungsleitung Jacek Michalak. Wer nicht gemeinsam wohnen möchte, profitiert von Einzelzimmern, die am neuen Standort für alle Bewohner zur Verfügung stehen und so mehr Privatsphäre bieten.

Zeitgemäßes, bedürfnisorientiertes Pflegekonzept

Das zeitgemäße Pflegekonzept der Widumer Höfe ist speziell auf die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet. Dabei steht im Vordergrund, die Selbstständigkeit der Bewohner so lange wie möglich zu erhalten: „Die Teilhabe am Leben ist uns sehr wichtig. Dazu zählt auch, die Aktivierung der Bewohner im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fördern: Das können kleine Aufgaben wie das Zusammenlegen der eigenen Wäsche sein, Staubwischen im Zimmer oder das Kartoffelschälen bei gemeinsamen Kochnachmittagen. Insbesondere bei Menschen mit gerontopsychiatrischen Krankheitsbildern wie Demenz oder Depressionen spielt dies eine wichtige Rolle“, erläutert Dr. Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe. Das gemeinsame Essen in den Gemeinschaftsräumen zählt ebenso dazu. „Wir verzichten bewusst darauf, Essen auf Tabletts in den Zimmern zu servieren. Die Bewohner essen miteinander in den Gemeinschaftsräumen. Das fördert auch den Austausch untereinander“, so Jacek Michalak. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten, an denen die Bewohner gemeinsam teilnehmen können. Dazu zählen z. B. Kinoabende mit Popcorn, für die extra große Bildschirme in den Gemeinschaftsräumen angebracht sind. Aber auch gemeinsames Singen, Basteln, Zeitungvorlesen, Spazierengehen, Bingo- und Kegelnachmittage, Gymnastik und Gedächtnistraining stehen auf dem Programm.

Grüner Außenbereich

Bis zum Sommer werden auch die parkähnlichen Außenanlagen fertiggestellt. Diese bieten dann Platz im Grünen zum Verweilen und für gemeinsame Grillabende der Bewohner. Ein separater Bereich wird für Menschen mit Demenz zur Verfügung stehen, die sich hier sicher bewegen können. Erna Janowicz freut sich bereits darauf und beobachtet bis dahin gespannt das Treiben rund um das Gebäude.

Das Gelände der Widumer Höfe umfasst ca. 27.000 Quadratmeter. Die Investitionen für den Bau belaufen sich auf 26,2 Millionen Euro. Die Senioreneinrichtungen bieten 80 vollstationäre Pflegeplätze, 24 Tages- und Kurzzeitpflegeplätze sowie insgesamt 48 Plätze in Wohngruppen.

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