Wir können Gesundheit

Neues Graduiertenkolleg bewilligt – Personalisierte Medizin

Universität Duisburg-Essen am 08.07.20

Erneut überzeugt die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Sie fördert die Einrichtung eines Graduiertenkollegs für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit rund fünf Mio. Euro. Geforscht wird an einem der großen Zukunftsthemen in der Medizin: ihre wissens- und datenbasierte Personalisierung – wovon Patientinnen und Patienten direkt profitieren. Starker Partner ist die Fachhochschule Dortmund – ein Novum im Zusammenhang mit einer Förderung durch die DFG.

GRK-Sprecherin Prof. Dr. Britta Böckmann (Quelle Medizinische Fakultät der UDE)

Wissenschaft basiert auf der Analyse von Daten. Ihre Digitalisierung eröffnet der Forschung ganz neue Möglichkeiten. Die universitäre Medizin verfügt über einen immer größer werdenden Datenschatz, aus dem die Wissenschaft immer neue Erkenntnisse ziehen und so zunehmend individuellere Therapieansätze finden kann. Damit das strukturiert klappt, bedarf es neuer Methoden zur Daten- und Wissensintegration. Hier setzt das neue Graduiertenkolleg an.

Ziel von GRK-Sprecherin Prof. Dr. Britta Böckmann und Ko-Sprecher PD Dr. Felix Nensa ist es, medizinisches Wissen und die größer werdenden Datenmengen so zu verzahnen, dass immer individualisierte Therapieansätze und informiertere Entscheidungen möglich werden. Darum setzen die Forscher nicht alleine auf Künstliche Intelligenz (KI), sondern integrieren bewusst auch Nutzererfahrung und –verhalten. Denn mittels KI lassen sich zwar völlig unbekannte, hochkomplexe Zusammenhänge, Muster und Kausalitäten erkennen. Voraussetzung ist aber, dass Daten mit medizinischem Wissen von Expertinnen und Experten verknüpft werden. Prof. Dr. Britta Böckmann: „Hier kooperieren wir mit der Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften der UDE, die absolute Experten auf dem Gebiet der Nutzerinteraktion sind.“

Der Nachwuchs forscht breit und interdisziplinär am Beispiel Melanom, also dem schwarzen Hautkrebs.: Die teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden können während des dreijährigen Curriculums in der Informatik, in der Psychologie sowie in der Medizininformatik promovieren. Hier besteht ein enger Schulterschluss mit der Fachhochschule Dortmund – ein nächster wichtiger Schritt zum Ausbau dieser schon seit 2012 existierenden Kooperation.

Ringvorlesungen, ein jährlicher Kongress sowie ein Retreat für Austausch und Networking runden das Programm ab.

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