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Krankenhaus sammelt Corona-Daten zur Pandemiebekämpfung

Kairos GmbH am 14.01.21

Im Verlauf des vergangenen Jahres 2020 ist eine völlig neue Thematik, sowohl in der öffentlichen Diskussion als im persönlichen Alltag in den Mittelpunkt gerückt: SARS-CoV-2 beeinflusst mittlerweile alle Bereiche des privaten und des öffentlichen Lebens. Um der damit einhergehenden Verunsicherung entgegenzutreten, aber auch die Bekämpfung der Pandemie weiter voranzutreiben, bedarf es einer Vielzahl umfassender Forschungsvorhaben. Auch das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart beteiligt sich mit einer COVID-19-basierten Studie an den deutschlandweiten Forschungsaktivitäten. Die aktuellen Forschungsansätze basieren dabei primär auf den gesammelten Gesundheitsdaten zum Krankheitsverlauf von infizierten Patient*innen. Diese Daten werden nun seit dem 11.12.2020 vom RBK auch über die „CoronaBoXX“ Patienten-App mit COVID-19-Funktionalität erfasst.

Seit Beginn der Pandemie nimmt die Zahl an COVID-19-bezogenen Studien in ganz Deutschland stetig zu. An diesem rasanten Anstieg sind auch neue Methoden der Datengewinnung, des Datenaustauschs und der Datenanalyse beteiligt. Bedingung dafür waren jedoch von Anfang an standardisierte und vor allem digitale Datensätze zu den individuellen Krankheitsverläufen der Corona-Infektion. Das Robert-Bosch-Krankenhaus hat diesen Bedarf früh erkannt und entschloss sich bereits im März 2020 für den Erwerb der CoronaBoXX als unkomplizierte Lösung, um die Gesundheitsdaten ihrer ambulanten Corona-Patient*innen für eine Studie zur patientendokumentierten Erfassung von SARS-CoV-2-Krankheitsverläufen unter Quarantäne nutzbar zu machen. Diese Studie wurde sowohl durch den lokalen Datenschutzbeauftragten geprüft als auch durch die Tübinger Ethikkommission beraten und freigegeben. Um die Daten von infizierten Patienten zu aggregieren – und dies möglichst kontaktfrei, ergab sich diese Patienten-App mit COVID-19-Funktionalität auf dem eigenen Smartphone der Patient*innen daher schnell als passende Lösung. Auf diese Weise können Patient*innen, die sich aufgrund eines milden COVID-19-Krankheitsverlaufs in häuslicher Quarantäne befinden ihre persönlichen Gesundheitsdaten in Form von regelmäßigen Selbsteinschätzungen zu ihrem individuellen Gesundheitszustand (PROM/Patient Reported Outcome Measures) in die COVID-19-Studie des RBK einspeisen.

Die App erfasst demografische Daten und epidemiologische Faktoren des Patienten, ebenso wie seine Informationen zu Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Ihre zentralen Funktionalitäten sind das Symptomtagebuch und die Hygiene-Checklisten. Die hier vom Patienten gesammelten Informationen werden in Echtzeit an das Studienportal übermittelt und sofort dem Studienpersonal im CTMS Modul und Forschern in der virtuellen Patientenakte, präsentiert. Mit der Nutzung der App erhält der Patient, über das detaillierte Symptomtagebuch hinaus, einen Überblick über seine persönliche Patientenakte. Hier befinden sich alle innerhalb der COVID-19-Studie erfassten Diagnostik- und Versorgungdaten. Dies umschließt übermittelte Fragebögen sowie erteilte oder abgelehnte Einwilligungen mit deren Gültigkeitszeitraum und Gültigkeitsumfang.

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