Wir können Gesundheit

Frauenklinik führt ersten Eingriff mit neuem OP-Instrument durch

Deutschlandpremiere in Witten

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 31.01.22

Prof. Dr. Sven Schiermeier, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten, führte europaweit den ersten gynäkologischen Eingriff mit einem artikulierenden laparoskopischen Instrument durch.

OP-Instrumente werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den Anforderung von Operateuren gerecht zu werden und die Sicherheit für Patienten während operativer Eingriffe zu erhöhen. In der Frauenklinik des Marien Hospital Witten gab es nun eine Premiere: Erstmals in Deutschland wurde ein gynäkologischer Eingriff mit einem artikulierenden laparoskopischen Instrument durchgeführt. Artikulierend bedeutet, dass die Handbewegungen des Operateurs am Handgriff des Instruments nachgeahmt werden. Dies ermöglicht das präzise Operieren im Bauchraum, zum Beispiel zur Entfernung der Gebärmutter oder von Karzinomen.

„Der Unterschied zu bisherigen konventionellen laparoskopischen Instrumenten ist, dass das Instrument die Handbewegungen des Operateurs nachahmt, quasi artikuliert und so eine Bewegungsfreiheit mit einem Radius von 360 Grad ermöglicht“, erklärt Prof. Dr. Sven Schiermeier, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten, der den ersten Eingriff durchgeführt hat. „Das bietet mir als operierendem Arzt die Möglichkeit, präzise im Bauchraum des Patienten zu arbeiten und den Eingriff für den Patienten noch schneller und schonender durchzuführen.“

Entfernung von Karzinomen und Lymphknoten

Der erste durchgeführte Eingriff war eine Hysterektomie, eine minimal-invasive Entfernung der Gebärmutter. Minimal-invasive Operationen zeichnen sich durch kleine Schnitte aus, die dem Patienten eine schnellere Heilung bieten. Zukünftig werden auch weitere Eingriffe durchgeführt, zum Beispiel die Entfernung von Karzinomen oder Lymphknoten. „Das Instrument eignet sich beispielsweise auch für die Entfernung der Lymphknoten nahe der Hauptschlagader, zwischen den Gefäßen der Beckenwand. Denn durch die neue Technik ist ein präziseres Arbeiten im Bauchraum möglich“, so Prof. Schiermeier.

Im Vorfeld wurden die neuen Handgriffe intensiv erlernt. Zur Bedienung greift der Arzt den Handgriff des Instruments, das einem Joystick ähnelt. Jede Bewegung wird nun vom Kopf des Instruments, das sich an einem langen Stab befindet, nachgeahmt. Während des Eingriffs kann der Operateur in alle Richtungen arbeiten sowohl horizontal als auch senkrecht.

Gesundheitsmetropole Ruhr

© 2022 MedEcon Ruhr - Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr

Wir können Gesundheit
MedEcon Ruhr