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Oberarzt der Klinik für Urologie organisiert medizinische Hilfsgüter für die Ukraine

Solidarische Unterstützung für Kriegsgebiet

Klinikum Dortmund gGmbH am 16.03.22

Schmerzmittel, Verbandsmaterial & Co.: Dr. Dennis Prokofiev, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Urologie des Klinikums Dortmund und niedergelassener Urologe in Herdecke, hat eine Spenden-Aktion für die Ukraine ins Leben gerufen. „Da denkt man nicht viel drüber nach, man macht es einfach“, sagt er. Durch sein Engagement kamen zahlreiche Gelder für medizinische Hilfsgüter zusammen. Einen großen Teil davon finanzierten Andrej Buhonov (Leiter von der Eventlocation „Studio“ in Essen), Erkan Doganay (Geschäftsführer von dem Online-Shop „Spiegel21“ ), Amir Fahimi (Chief Financial Officer von „Spiegel21“) sowie die Kanzlei „BSM“, die Unternehmensberatung „Executive Advisory Services“, die Caritas und das Klinikum Dortmund. Außerdem war Katja Strauss-Köster, Bürgermeisterin von Herdecke, eine große Unterstützung.

Dr. Prokofiev stammt gebürtig aus der Ukraine. Für ihn war es von großer Bedeutung, selbst aktiv zu werden und die Bevölkerung vor Ort zu unterstützen. „Ich habe direkt alle möglichen Leute angerufen – sowohl hier als auch in der Ukraine“, erzählt er. „Dann kam die ganze Aktion ins Rollen.“ Ukrainische Ärzt:innen aus verschiedenen Krankenhäusern hatten ihm zuvor einen Überblick gegeben, welche Arzneimittel dringend im Land benötigt werden. „Es fehlen grundlegende Medikamente, weil die Apotheken derzeit nicht beliefert werden“, sagt Dr. Prokofiev. Unter anderem mangelt es an Schmerzmitteln, Antibiotika und Insulin. Diese und viele weitere medizinische Güter wurden vom Klinikum Dortmund über die hauseigene Apotheke geordert. Gemeinsam mit seiner Ehefrau hat Dr. Prokofiev die Packungsbeilagen der einzelnen Medikamente auf Ukrainisch übersetzt.

Derzeit ist ein ukrainischer Fahrer unterwegs in ein Lager im Kriegsgebiet, um die Spenden abzuliefern. Von dort aus werden sie an möglichst viele Krankenhäuser im Land verteilt. „Ziel ist, dass maximal viele Patienten mit den Hilfsgütern versorgt werden können und sich ihr gesundheitlicher Zustand dadurch verbessert“, sagt Dr. Prokofiev. Erkan Doganay und Amir Fahimi freuen sich, an der Spenden- Aktion beteiligt gewesen zu sein. „Die Medikamente können Leben in der Ukraine retten“, sagt Fahimi. „Wir hoffen, dass das keine Einzelaktion bleibt, sondern dass wir durchgehend weiterhelfen können.“

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