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SDC: Digitale Helfer auf der Pandemiestation

Überwachung des Patientenstatus ohne Schutzausrüstung und mit weniger Zeitaufwand

Dräger Medical Deutschland GmbH am 26.04.22

Grundlage für eine neue Pflegequalität auch in der Pandemie: Mit Hilfe der Service Oriented Device Connectivity (SDC) können intensivbeatmete Patienten mit weniger Aufwand und Störung versorgt werden, während die Pflegekraft besser geschützt ist. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Pandemien wie COVID-19 stellen Kliniken vor Herausforderungen zum Schutz von Patienten und Personal. Dräger präsentiert den auf der HIMSS 2022, Florida gezeigten Demonstrator zur Fernüberwachung und -versorgung von isolierten Beatmungspatienten erstmals in Deutschland auf der DMEA vom 26.-28. April 20221. Um dabei unterschiedliche Medizingeräte miteinander kommunizieren lassen zu können, spielt der Interoperabilitäts-Standard SDC eine zentrale Rolle.

„Während in einer Pandemie viele Isolationspatienten eine intensive Betreuung benötigen, muss sich das Personal besser schützen können. Ein digitales ferngesteuertes Monitoring kann dabei helfen. Zudem können in der von uns simulierten Lösung auch mehrere Patienten von einer Pflegekraft eng überwacht werden, ohne dass sie die persönliche Schutzausrüstung dauernd an- und ablegen muss“, erläutert Daniel Fuckert, Leiter Product Management, Acute Care Interoperability bei Dräger einen wichtigen Vorteil des Showcase. Die Simulation auf dem Stand von OR.NET e.V. (c/o SurgiTAIX AG) war zuvor auf Arab Health 2022, Dubai und der HiMSS 2022, Orlando zu sehen.

Interoperabel vernetzte Medizintechnik nach dem international anerkannten SDC-Standard ist die Grundlage für den Datenaustausch, beispielsweise zwischen den bettseitigen Spritzenpumpen und dem Dräger-Monitor vor dem Patientenzimmer. Das miteinander verbundene System stellt Daten von der Arcomed Syramed μSP6000 Infusionspumpe, dem Evita V600 Beatmungsgerät und dem Infinity M540 Patientenmonitor von Dräger auf einem Point-of-Care Cockpit außerhalb des Isolationszimmers aggregiert bereit. Mitarbeiter des Intensivteams können ausgewählte Funktionen des Patientenmonitors fernsteuern, haben dabei aber durch ein Fenster stets Sichtkontakt zum Patienten. Beispielsweise kann die Pflegekraft vor dem Patientenzimmer eine nicht-invasive Blutdruckmessung (NIBP) durchführen, nach Sichtkontakt akustische Alarme pausieren oder die ADT2-Daten des Patienten aktualisieren.

Datenaustausch mit SDC

Die SDC-Infrastruktur für den nahtlosen Datenaustausch hat die Non-Profit-Organisation OR.NET entwickelt, die den Austausch zwischen Spezialisten aus der Industrie, Medizinern und Forschern fördert. “Mit der ISO/IEEE 11073-Normenfamilie wurde eine Lücke bei der Datenübertragung zwischen Medizingeräten geschlossen. Durch die herstellerunabhängige dynamische Vernetzung können völlig neue Mehrwertfunktionen für die klinische Anwendung genutzt werden – so wie wir es am Beispiel des Showcase demonstrieren“, so Dr. Martin Kasparick vom Institut IMD der Universität Rostock und Vorstandsmitglied im OR.NET e. V.

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