Wir können Gesundheit

Besuch aus Ghana

Hochschule für Gesundheit am 30.05.22

Am 11. Mai 2022 begrüßte die Hochschule für Gesundheit die Rektorin des Ghana College of Nurses and Midwives (GCNM) in Bochum.

Zu sehen sind (von rechts nach links): Susanne Groß und Andrea Villmar (MAGS-NRW), Hanna Acquah (Ghana College of Nurses and Midwives) sowie Prof.in Dr.in Ute Lange und Prof. Dr. Markus Zimmermann. Foto: HS Gesundheit/jmj

Im Rahmen eines Verwaltungs-Austausches des Landes Nordrhein-Westfalen mit Ghana war Hannah Acquah, President Nursing Division des Ghana College of Nurses and Midwives, auf Einladung der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) nach Deutschland gekommen und besichtigte zu diesem Anlass auch die Hochschule für Gesundheit. Begleitet wurde sie von Susanne Groß aus dem Referat Landesrecht Pflege, Wohn- und Teilhabegesetz im MAGS und Andrea Villmar von der MAGS-Projektgruppe „Strukturelle Weiterentwicklung Geburtshilfe“.

„Durch den gegenseitigen Austausch zu Pflegethemen in Ghana und Nordrhein-Westfalen bietet sich die wertvolle Gelegenheit, den Blick auf die Herausforderungen und Chancen des Partnerlandes zu schärfen und auszuloten, welche Kooperationen es künftig in diesem Bereich geben könnte. Es hat sich gezeigt, dass wir, gerade was Pflegethemen angeht, viel voneinander lernen können. Ich freue mich, Frau Acquah bei diesem spannenden Prozess begleiten zu dürfen“, so Susanne Groß, die das fachliche Besuchsprogramm für Hannah Acquah organisiert hatte.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Kerstin Bilda, wissenschaftliche Leiterin des International Offices der Hochschule für Gesundheit, stellte Acquah die Entwicklung des GCNMs vor, das 2011 in der ghanaischen Hauptstadt Accra gegründet wurde. Zur Vision des Colleges zähle es, die Lücke zwischen Theorie und Praxis in der Ausbildung von Pfleger*innen und Hebammen zu schließen und das Ansehen der Berufe zu steigern, so Acquah in ihrem Vortrag.

Im Anschluss erläuterten Prof.in Dr.in Ute Lange, Professorin im Studienbereich Hebammenwissenschaft und Prof. Dr. Markus Zimmermann, Dekan des Departments für Pflegewissenschaft an der HS Gesundheit, wie die akademische Hebammen-  beziehungsweise Pflegeausbildung in Bochum aufgebaut sind.

„Ich habe den Austausch als sehr bereichernd empfunden. Besonders spannend war es für mich festzustellen, dass wir an vielen Stellen vor den selben Herausforderungen stehen. Frau Acquah hat davon berichtet, dass sie bewusst auch in den ländlichen Gebieten ausbilden. Falls sich die Ausbildung auf die großen Zentren wie Accra konzentriert, besteht die Gefahr, dass viele Studierenden dort hinterher bleiben wollen. In ländlichen Gebieten gibt es nachfolgend nicht genug Pflegekräfte und Hebammen. Ein Thema, das uns in Deutschland ebenso begegnet“, erklärte Lange im Anschluss an den Termin.

„Die Akademisierung der Pflege ist in Ghana deutlich weiter fortgeschritten als in Deutschland. Insbesondere die Weiterqualifikation nach dem Bachelor ist dort in vielfältigen klinischen Masterprogrammen etabliert“, fügte Zimmermann hinzu

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