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Gebärmutterhalskrebs – Experten des Marien Hospital Herne informierten

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 17.05.22

Am Donnerstag, dem 12. Mai 2022, informierte Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne, über Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufe, die sogenannte Dysplasie. Die Teilnehmerinnen erhielten dabei einen Überblick über diese gynäkologische Erkrankung und den aktuellen Stand der medizinischen Möglichkeiten. Die Online-Veranstaltung ist auf dem Facebook Kanal „St. Elisabeth Gruppe“ verfügbar.

Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, (u.) und Julia Hecken, Assistenzärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, (o.) informierte Patientinnen digital rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs.

Den Auftakt machte Julia Hecken, Assistenzärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, indem sie zunächst die Ursachen und die Entwicklung von Dysplasien und Gebärmutterhalbkrebs erläuterte. Zum Beispiel ist die Zervixdysplasie, eine Zellveränderung am Gebärmutterhals, eine häufige Erkrankung bei jungen Frauen und kann sich zu einer Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Auslöser ist das Humane Papillomavirus (HPV), das unter jungen Frauen weit verbreitet ist und beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Das Immunsystem kann das Virus in den meisten Fällen erfolgreich bekämpfen. Gelingt dies nicht, können Zellveränderungen entstehen. In etwa der Hälfte der Fälle bilden sich diese Zellveränderungen nach einigen Monaten wieder von alleine zurück. Eine regelmäßige Beobachtung ist jedoch in jedem Fall wichtig.

Darüber hinaus erläuterte Prof. Dr. Clemens Tempfer Wissenswertes zum Schutz vor einer Infektion mit dem HP-Virus. Die HPV-Impfung bietet Schutz vor einer Ansteckung mit dem HP-Virus. So kann die Zahl der Dysplasien gesenkt und dem Gebärmutterhalskrebs vorgebeugt werden. Abschließend berichtete Julia Hecken über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Wird die Dysplasie frühzeitig erkannt, lässt sich die Entwicklung einer Krebserkrankung in den meisten Fällen verhindern. Liegt eine leichte Dysplasie vor, reichen regelmäßige Kontrolluntersuchungen zunächst aus. Bei einer hochgradigen Dysplasie muss der veränderte Bereich der Gebärmutterschleimhaut entfernt werden. „Dieser Eingriff erfolgt im Marien Hospital Herne laparoskopisch durch die Vagina mit Hilfe einer Elektroschlinge“, erklärt Prof. Tempfer. „Im Unterschied zu früheren Verfahren kann das betroffene Gewebe so gezielter entfernt werden. Hierbei sind keine Schnitte notwendig, so dass der Eingriff für die Frau weniger belastend ist.“

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum ist auf die Behandlung von Dysplasien spezialisiert und zählt seit 2017 zu den wenigen zertifizierten Dysplasieeinheiten in Deutschland und verfügt über eine große Expertise in der Diagnose und Behandlung von Krebsvorstufen am Muttermund.

Die Online-Veranstaltung wurde live bei Facebook übertragen. Interessierte können sich die Veranstaltung nachträglich auf er Facebook-Seite „St. Elisabeth Gruppe“ ansehen.

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