Wir können Gesundheit

Forschungsprojekt produziert Videos mit leicht verständlichen Gesundheitsinformationen in fünf Sprachen

Filmpremiere beim Hustadt-Fest am 24. September 2022 in Bochum

Hochschule für Gesundheit am 16.09.22

In dem gemeinsamen Lehr-Forschungsprojekt „Orientierungshilfen im Umgang mit Gesundheitsinformationen im Internet“ (OriGes II) haben die Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum und das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln erforscht, wie Gesundheitsinformationen kultur- und diversitätssensibel aufbereitet werden können. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Entstanden sind vier Filme, die gemeinsam mit dem jfc Medienzentrum e. V. Köln zu den Themen Pflegeversicherung, häusliche Gewalt, Rassismus und palliative Versorgung am Lebensende produziert wurden. Die Videos sind in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Kurdisch, Persisch und Somali verfügbar.

Nach der Premiere der Videos am 24. September 2022 ab 16:00 Uhr auf dem Stadtteilfest Bochum-Hustadt, sollen sie auch auf dem YouTube-Kanal der Hochschule und dem jfc Medienzentrum e.V. sowie auf der Website des Stadtteillabors und den Webseiten www.gesund-im-netz.net und www.klick2health.net des OriGes-Projekts veröffentlicht werden.

„Mit der Fertigstellung der gemeinsamen Videoproduktion zu Themen, die von der Community selbst gewählt wurden, sind auf der Basis ko-produzierten Wissens kultursensible Interventionen entstanden“, berichtet Prof. Dr. Christiane Falge, Professorin für Gesundheit und Diversity an der Hochschule für Gesundheit. „Die kollaborative Arbeit mit den Stadtteilforscher*innen an den Videos und der Einbezug von Community Wissen half uns, Barrieren bei Online Gesundheitsinformationen zu erkennen. Die Barrieren konnten verringert werden, indem die Webseiten an unterschiedliche inhaltliche und sprachliche Bedarfe angepasst und so kulturell geöffnet wurden. Vor allem die Videos werden einen wesentlichen Teil dazu beitragen, migrantische Communities mit Gesundheitsthemen zu erreichen, die für sie von Relevanz sind.“

In Kooperation mit dem OriGes-Projekt hat das Stadtteillabor Bochum-Hustadt der HS Gesundheit mit migrantischen und marginalisierten Communities, Studierenden sowie Expert*innen aus der Praxis gemeinsam an der Videoproduktion gearbeitet. Ziel ist es, den Erfahrungen und thematischen Bedürfnissen der Communities im Kontext von Gesundheit gerecht zu werden.

„Das Internet ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher bei gesundheitlichen Fragen die erste Informationsquelle – häufig ist aber gar nicht erkennbar, wie vertrauenswürdig die Informationen und konsultierten Quellen sind“, so Christiane Woopen, Leiterin des Projektes OriGes II und Ethikerin. Sie baut seit ihrem Wechsel von ceres an die Universität Bonn im Oktober 2021, wo sie die Hertz-Professur innehat, dort das neue „Center for Life Ethics“ auf.

„Zusätzlich werden nicht nur die wissenschaftlichen, sondern auch die sozialen, kulturellen und ökonomischen Einflüsse und Erkenntnisse immer komplexer und stellen zunehmend höhere Anforderungen an die Kompetenzen der Nutzerinnen und Nutzer von Gesundheitsleistungen. Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in die Lage zu versetzen, mit der Komplexität umzugehen. Ein entscheidender Aspekt ist dabei, diese Informationen in eine Form zu bringen, die möglichst viele Menschen mit den unterschiedlichsten – z. B. kulturellen oder sprachlichen – Hintergründen erreicht“, so Woopen über das Projekt.

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