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Ist Zirkularität die Lösung für das weltweite Plastikproblem?

Kaldewei beim ZEIT für [Klima] Themenabend

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG am 13. Januar 2023

Die Welt erstickt in Plastikmüll, wenn nicht dringend gehandelt wird! Kann Zirkularität dieses Problem lösen? Kaldewei und der WWF Deutschland arbeiten schon seit fünf Jahren mit Erfolg daran, den Eintrag von Plastikmüll ins Meer zu reduzieren. Doch dies allein reicht Franz Kaldewei, CEO der Kaldewei GmbH & Co. KG, noch nicht. Gemeinsam mit dem WWF Deutschland startet nun ein neues Projekt, das Verbrauchern und Unternehmen dabei hilft, auf Plastik zu verzichten. Dies verkündete der Unternehmer beim ZEIT für [Klima]-Talk im Dezember in Berlin, bei dem das globale Plastikproblem im Fokus stand. In einer spannenden Talk-Runde diskutierte Franz Kaldewei mit Christoph Heinrich, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland, und Dunja Kreiser, Bundestagsabgeordnete der SPD und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, effiziente Lösungsansätze und welche tragende Rolle Zirkularität dabei spielen kann.

Eröffnet wurde die von Jens Tönnesmann, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, moderierte Diskussionsrunde von Dr. Saskia Ziemann, Projektträger Karlsruhe Forschung für Nachhaltigkeit und Projektleiterin der Initiative „Plastik in der Umwelt“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, die gleich mit erschreckenden Fakten ins Thema einführte. So gehört zum Beispiel Reifenabrieb von Autos oder Fahrrädern neben synthetischen Fasern aus Textilien und achtlos weggeworfenem Plastikabfall zu den größten Verursachern von Mikroplastik in der Umwelt.

In Sachen Verpackungsmüll wurden laut Bundesumweltamt im Jahr 2020 allein in Deutschland knapp 19 Millionen Tonnen verursacht. Über drei Millionen davon war reiner Kunststoffmüll. Weltweit betrachtet verlassen zirka 32 Prozent der Plastikverpackungen den Recyclingkreislauf und gelangen unkontrolliert in die Umwelt. Der größte Teil endet schließlich im Meer – Experten schätzen diesen Anteil auf bis zu 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Dies stellt eine enorme Bedrohung für unseren Planeten dar, für die dringend Lösungsansätze folgen müssen.

Aber wie lässt sich der Plastikmüll generell spürbar reduzieren? Eine mögliche Lösung von Unternehmensseite zeigt Kaldewei mit seinem Luxstainability®-Konzept. Badewannen, Duschböden und Waschtische werden aus dem wertvollen und plastikfreien Werkstoff Stahl-Emaille hergestellt, der lange haltbar und zu 100 Prozent kreislauffähig ist. „Das bedeutet, man kann am Ende des Lebenszyklus das Produkt zurücknehmen und wieder in den Produktionskreislauf einbringen, ohne Qualitäts- und Mengenverlust“, so Franz Kaldewei auf dem ZEIT für [Klima]-Talk. Zudem sind die deutschen Stahlhersteller auf dem Weg zu einer CO2-freien Produktion.

Schon heute erzielt Kaldewei mit Badlösungen aus bluemint® steel von thyssenkrupp Steel unter Berücksichtigung der Liefer- und Transportkette eine Emissions-Reduktion von bis zu 70 Prozent. Dies zeigt, dass auch die Herstellung von Stahl klimafreundlich funktioniert.

Franz Kaldewei spricht auch über die Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland und warum er seit fünf Jahren das Pilotprojekt zur Vermeidung von Plastikmüll in der vietnamesischen Region Long An, im Mekongdelta unterstützt. Diese Region gilt als eines der größten Eintragsgebiete von Plastikmüll in die Weltmeere. Mit der finanziellen Hilfe von Kaldewei konnte der WWF in Long An eine moderne Abfallentsorgung etablieren, um Wertstoffe in einen geregelten Recyclingkreislauf zu bringen und das Aufkommen von Plastikmüll und Restmüll deutlich zu reduzieren. Das Projekt war so erfolgreich, dass eine Fortführung und Ausweitung gesichert sind. Es dient schon jetzt als Vorbild für andere Regionen Südostasiens.

Kaldewei engagiert sich auch künftig zusammen mit dem WWF Deutschland für eine lebenswerte Umwelt. Mit dem neuen Projekt „Mehrweg gegen Plastikmüll“ ist eine Initiative gestartet, mit der im Bereich Logistik, Handel, Hotellerie und Gastronomie das Verpackungsaufkommen signifikant reduziert werden kann. Ziel ist es, durch geeignete Mehrwegsysteme auf Kunststoffe und Einwegverpackungen zu verzichten, um am Ende Plastikmüll zu vermeiden.

Christoph Heinrich vom WWF Deutschland resümierte: „Es geht darum das ‚Einmal-Nutzungs-Plastik‘ aus der Welt zu kriegen, sinnlose Produkte wegzulassen und wo immer es geht, Mehrwegsysteme einzuführen.“ Eine Lösung unseres Plastikproblems könne nur sein, dass wir weltweit dramatisch weniger Plastik in Umlauf bringen. Plastik müsse wo immer möglich vermieden werden.

Den gesamten ZEIT für [Klima]-Talk kann man sich hier in voller Länge anschauen.

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