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Wiedereröffnung der Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr‘

Nach Flutkatastrophe

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am 18. Juli 2023

Nach dem Hochwasser im Ahrtal eröffnet die Reha-Klinik der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) wieder ihre Türen.
Fast genau zwei Jahre nach der Flutnacht am 14. Juli 2021 nimmt die ‚Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr-Ahrweiler‘ ihren Betrieb wieder auf. Sie startet am 24. Juli 2023 mit zunächst 20 Rehabilitanden. Danach soll die Auslastung schrittweise hochgefahren werden.

Wiedereröffnung der Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr mit Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (hinten Mitte), dem Vorstandsvorsitzenden der Knappschaft-Bahn-See (KBS) Michael Weberink (vorne, 3.v.r.), der Geschäftsführung und Beschäftigten der KBS sowie Vertreter des Landkreises und der Stadt Bad Neuenahr Ahrweiler
Wiedereröffnung der Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr mit Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (hinten Mitte), dem Vorstandsvorsitzenden der Knappschaft-Bahn-See (KBS) Michael Weberink (vorne, 3.v.r.), der Geschäftsführung und Beschäftigten der KBS sowie Vertreter des Landkreises und der Stadt Bad Neuenahr Ahrweiler

In der Flutnacht im Juli 2021 waren 125 Patientinnen und Patienten in der ‚Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr-Ahrweiler‘ zu Gast. Zum Glück war in der Klinik niemand verletzt worden. Jedoch war das Gebäude, wie so viele andere Häuser im Ahrtal, schwer betroffen. Das Untergeschoss und das Erdgeschoss waren vollständig überschwemmt und zerstört.

Bei der Eröffnungsfeier am 17. Juli 2023 beglückwünschte Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die KBS zum gelungenen Wiederaufbau: „Sie alle haben hier nicht nur dazu beigetragen, dass ein beinahe vollständig zerstörtes Klinikgebäude wiederaufgebaut wird. Sie haben darüber hinaus auch dem Gedanken von Rehabilitation und Teilhabe, also dem Zusammenwirken in der Rückkehr aus der Krise, einen ganz plastischen Ausdruck verliehen, dafür danke ich Ihnen von Herzen!“

Michael Weberink, Vorstandsvorsitzender der KBS, erläutert: „Rund 25 Millionen Euro wurden in den baulichen Wiederaufbau investiert. Darüber hinaus hat die Klinikleitung die Zeit genutzt, um in der Klinikorganisation selber Veränderungen vorzunehmen: Prozesse wurden neu strukturiert, medizinische Konzepte überarbeitet und ein zentraler Pflegestützpunkt wurde eingerichtet. Die Mühe hat sich gelohnt: Die Klinik ist heute moderner denn je und entspricht höchsten Ansprüchen der Rehabilitationsmedizin.“

Weberink bedankte sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für die tatkräftige und unkomplizierte Zusammenarbeit, die die Wiedereröffnung der Klinik ermöglicht hat. Insbesondere dankte er den Beschäftigten, die nach der Flutnacht außerordentlich engagiert halfen, obwohl viele selbst auch in ihrem privaten Umfeld von der Flut betroffen waren. Weberink: „Danke aber auch dafür, dass die Klinikleitung in der Wiederaufbauphase Weitsicht gezeigt hat.“

Keiner der 90 Beschäftigten der Klinik habe nach der Flutkatastrophe den Arbeitsplatz verloren oder musste in Kurzarbeit. „Unserem Personal wurde in den vergangenen zwei Jahren gezielte Weiterbildung ermöglicht, die jetzt nach der Neueröffnung allen Patientinnen und Patienten zu Gute kommen“, so Weberink.

Staatssekretär Schmachtenberg betonte in seinem Grußwort, dass gesundheitliche Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland zusammen gedacht würden. „Wir brauchen gute Rehabilitationseinrichtungen: Nur dann können die auch in unserer Verfassung angelegten Gedanken der Rehabilitation und Teilhabe sowie Inklusion effektiv gelebt werden. Diese wertvolle Arbeit wird nun in Ihrer Einrichtung weitergehen, wenn ab dem nächsten Wochenende auch wieder Patientinnen und Patienten in die Klinik kommen werden“, sagte Schmachtenberg und fügte hinzu: „Besonderes beeindruckt es mich, dass die ‚Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr-Ahrweiler‘ die durch die Auswirkungen der Flutkatastrophe entstandene Zwangspause nutzen konnte, um innovative Behandlungsansätze in ihre Angebote zu integrieren.“

1983 wurde in der Georg-Kreuzberg-Straße die ‚Knappschafts-Klinik Bad Neuenahr-Ahrweiler‘ gebaut. Die Schwerpunkte der Rehaeinrichtung sind die gynäkologische und gastroenterologische Onkologie, die Innere Medizin sowie die Gastroenterologie.

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