Gesundheitsmetropole Ruhr Tourbook online

Prof. Dr. Mirjam Peters ist neue Professorin für Hebammenwissenschaft

Hochschule für Gesundheit am 16. Oktober 2023

Prof. Dr. Mirjam Peters mit Prof. Dr. Sven Dieterich (l., stellv. Präsident HS Gesundheit) und Prof. Dr. Christian Thiel (Dekan Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften > Foto: HS Gesundheit
Prof. Dr. Mirjam Peters mit Prof. Dr. Sven Dieterich (l., stellv. Präsident HS Gesundheit) und Prof. Dr. Christian Thiel (Dekan Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften > Foto: HS Gesundheit

Ihr Ziel ist es, die frau*-zentrierte Versorgung durch Digitalisierung voranzutreiben und Studierende auf die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorzubereiten

Prof. Dr. Mirjam Peters (34) ist zum 1. Oktober 2023 als Professorin für Hebammenwissenschaft in das Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum berufen worden. Schon ihren wissenschaftlichen Karrieregrundstein hat Mirjam Peters an der HS Gesundheit gelegt. Vor ihrer Berufung zur Professorin entwickelte sie im Rahmen einer Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) innerhalb des Programms Start-up Transfer.NRW gemeinsam mit ihrem Team die medizinische App „uma“ zur Begleitung in der Schwangerschaft und im Wochenbett und gründete es anschließend als erstes Spin-off der HS Gesundheit aus. In ihrer neuen Position wird sich Prof. Dr. Mirjam Peters insbesondere den Themen frau*-zentrierte Versorgung und Digitalisierung im Kontext der Geburtshilfe widmen.

„In der Lehre ist es mir ein Anliegen, Studierende auf die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorzubereiten“, sagt Mirjam Peters. „Dabei geht es nicht nur um den kompetenten Umgang mit neuen Technologien, sondern auch um den Umgang mit einer sich ständig verändernden Arbeitswelt und neuen organisatorischen Bedingungen. Die Digitalisierung verstehe ich als eine Chance zur aktiven Mitgestaltung.“

In ihrer Forschung beschäftigt sich Mirjam Peters mit Möglichkeiten zur Förderung der frau*-zentrierten Versorgung. Auch hierbei kann die Digitalisierung ein wichtiges Werkzeug sein. Ein Thema, dass sie seid ihrer Masterarbeit beschäftigt, ist die Versorgung von Frauen* mit Frühen Schwangerschaftsverlusten. Dabei stehen drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, jedoch wird vielen Betroffenen meist nur eine operative Behandlung angeboten. Hebammen sind seltener in die Begleitung von Frühen Schwangerschaftsverlusten eingebunden, obwohl diese eine wertvolle Ressource für eine frau*-zentrierte Versorgung darstellen. Zudem wünschen sich viele Frauen* eine empathische und wertschätzende Begleitung und einen offenen Umgang mit diesem Thema in der Gesellschaft. Mirjam Peters setzt sich dafür ein, die Versorgung und die gesellschaftlichen Kontextfaktoren besser an die Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen.

Darüber hinaus ist sie in der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V. aktiv engagiert, wo sie unter anderem als Stellungnahmebeauftragte und Co-Sprecherin der Arbeitsgruppe Digitalisierung tätig ist.

„Wir freuen uns, eine neue Kollegin mit ausgezeichneten pädagogischen sowie wissenschaftlich-fachlichen Kompetenzen und hoher Passung für das Department gewonnen zu haben, die uns auch im Bereich der Digitalisierung, zum Beispiel beim Thema ‚uma‘, der Gesundheitsapp für Schwangere, und bei der hebammenwissenschaftlichen Versorgungsforschung weiterbringen wird. Gleichzeitig sind wir stolz, dass mit Frau Peters sozusagen ein Eigengewächs der Hochschule nun diese Professur besetzt“, sagte Prof. Dr. Christian Thiel, Dekan des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften.

© 2024 MedEcon Ruhr - Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr

Wir können Gesundheit Wir können Gesundheit

Eine TOUR durch die Gesundheitsmetropole Ruhr

Hier gelangen Sie zur PDF des Tourbooks. Sie können aber auch direkt in den unten stehenden Kapitel beginnen.