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Studierende nominieren Lehrende für den Lehrpreis der HS Gesundheit 2023

Der Schwerpunkt des Lehrpreises 2023 lag auf dem Thema „Nachhaltiges Lernen“

Hochschule für Gesundheit am 6. Dezember 2023

Der Lehrpreis 2023 der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) geht an Prof.in Dr.in Verena Baumgart, Prof. Dr. Dr. Christian Postert und Prof. Dr. Marcus Kutschmann. Mit dem Lehrpreis würdigt die Hochschule besonderes Engagement in der Lehre, das Studierende begeistert und ihren weiteren Bildungsweg geprägt hat. Der Lehrpreis wird jedes Jahr im November vergeben, das Vorschlagsrecht liegt ausschließlich bei den Studierenden der Hochschule. Die Fragen an sie lauteten: Welche Lehrveranstaltung hat dazu beigetragen, dass Sie sich für zukünftige Aufgaben besser vorbereitet fühlen? Und wie war die Lehre der*des Lehrenden gestaltet, dass Sie zum nachhaltigen Lernen beigetragen hat? Dabei sparten die Studierenden nicht mit Lob für die von ihnen Nominierten.

Auszüge aus den Nominierungsvorschlägen der Studierenden:

Prof.in Dr.in Verena Baumgart (Professorin Bereich Ergotherapie), Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften:

Judith Steinkamp (AStA HS Gesundheit), Marcus Kutschmann, Verena Baumgart, Christian Postert, Sophie Gäng (AStA HS Gesundheit), Sven Dieterich (Vizepräsident für Studium und Lehre, v.l.) > Foto: HS Gesundheit / Lena Blumentritt
Judith Steinkamp (AStA HS Gesundheit), Marcus Kutschmann, Verena Baumgart, Christian Postert, Sophie Gäng (AStA HS Gesundheit), Sven Dieterich (Vizepräsident für Studium und Lehre, v.l.) > Foto: HS Gesundheit / Lena Blumentritt

Frau Baumgart hat sich intensiv mit der Berufsbiografie jedes einzelnen Kursmitglieds beschäftigt. In ihre Lehre hat sie das berufsbiografische Wissen über uns so eingebunden, dass sie uns individuelle Berufs- und Weiterbildungsperspektiven aufzeigen konnte, die die aktuelle berufliche Position mit den in der Lehre vermittelten Inhalten verknüpft.

Der Unterricht war abwechslungsreich und vielfältig an Methoden (z.B. Schreib-Café, Pecha Kucha, Word-Clouds, interdisziplinäre Gruppenarbeiten, Vorstellen der eigenen Berufe), was alles zu wertvollen Diskussionen geführt hat. Alles war total praktisch anwendbar.

Im Mittelpunkt stehen immer die Klient*innen und die Versorgung und man merkt ihr die Leidenschaft für den Beruf an. Gleichzeitig war es ihr wichtig, dass alle Teilnehmenden sich mit der eigenen beruflichen Situation und den eigenen Interessen auseinandersetzen, ihre Leidenschaft finden und sich in ihrem Gebiet weiterentwickeln. Solche Lehrpersonen sind sehr wichtig für Studierende und prägen auch nachhaltig mit ihrem Wissen, ihrer Leidenschaft und ihrer Sympathie.

Prof. Dr. Dr. Christian Postert (Professor für Ergotherapie), Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften:

Seine Lehreinheiten haben im hohen Maß dazu beigetragen, mich in der Entwicklung meines „therapeutischen Selbst“ zu unterstützen. Dabei war es nicht nur die Vermittlung von praxisrelevantem Fachwissen, sondern insbesondere der große Anteil an Selbsterfahrungen, die es mir möglich machten zu begreifen, wie zum Beispiel gewisse Gesprächstechniken und Interventionen wirken. Dadurch wurde es mir möglich, meinen Klient*innen im therapeutischen Prozess empathischer zu begegnen, ich fühlte mich sicherer, passende Interventionen auszuwählen und anzuwenden. Gleichzeitig habe ich durch die Selbsterfahrung eine Menge über mich, insbesondere meine Stärken, gelernt.

Die Unterrichtsatmosphäre war stets geprägt von tiefer Wertschätzung, sodass es wirklich einladend war, über eigene Unsicherheiten zu sprechen, diese gemeinsam im Kurs zu bearbeiten und an den individuellen Herausforderungen zu wachsen. Ich hatte stets eine konkrete Vision vor Augen, die mir unglaublich viel Kraft und Mut schenkte und mich motivierte. Letztendlich kann ich sagen, dass die Lehre von Herrn Postert mich zu einem selbstbewussteren Menschen gemacht hat, wovon meine therapeutische Arbeit im hohen Maß profitiert.

Prof. Dr. Marcus Kutschmann (Professor für quantitative Forschungsmethoden im Kontext Gesundheit), Department of Community Health:

Herr Kutschmann ist ein sehr motivierender Dozent, der seine Lehre – trotz anspruchsvollem und sehr angstbesetztem Thema – abwechslungsreich und verständlich gestaltet. Er hat uns als Kohorte die Angst genommen, an der Statistik-Klausur zu scheitern und uns super darauf vorbereitet. Dabei hat er das Thema so toll gelehrt und veranschaulicht, dass mir persönlich das Modul „Quantitative Methoden in der Community Health Forschung“ am meisten Freude bereitet hat.

Herr Kutschmann ist ein wahrer Meister darin, trockene Statistiken in unterhaltsame Anekdoten zu verwandeln und Studierenden dabei zu helfen, die Welt der Zahlen mit einem Lächeln zu erkunden. Seine Leidenschaft für das Fachgebiet ist ansteckend und motiviert die Studierenden, ihr Bestes zu geben.

Was Herrn Kutschmann von anderen unterscheidet, ist seine außergewöhnliche Fähigkeit, trockene und anspruchsvolle Themen mit einer Prise Humor und einer Portion Geduld zu präsentieren. Sein Unterrichtsstil zeichnet sich durch Klarheit, Empathie und Interaktivität aus, was dazu beiträgt, dass selbst die komplexesten statistischen und quantitativen Konzepte für jeden zugänglich werden. Seine Lehrtätigkeit hat nicht nur unser Verständnis für quantitative Forschung vertieft, sondern auch unsere Leidenschaft für das Fachgebiet geweckt.

Zum Hintergrund:

Im Laufe des Studiums lernen Studierende viele unterschiedliche Lehrende kennen, die sie auf ihrem Weg begleiten und in der einen oder anderen Weise beeinflussen. Unter diesen Lehrenden sind auch Personen, an deren Lehrveranstaltung oder Modul Studierende besonders begeistert denken. Mit der Vergabe des Lehrpreises möchte die HS Gesundheit dieses besondere Engagement im Bereich Lehre zu wechselnden Themenschwerpunkten sichtbar machen und würdigen.

Die Vorschläge werden von einer Jury, besetzt mit Vertreter*innen des AStA und aller Departments, unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien bewertet. Die Lehrpreisträger*innen erhalten ein Preisgeld zur freien Verfügung. Zudem werden die Lehrkonzepte der Preisträger*innen zum Themenschwerpunkt jeweils im Februar beim „Round Table Lehre“, einem Austauschformat für Lehrende der Hochschul- und Mediendidaktik des Lehr-Lernzentrums, vorgestellt und mögliche Ideen zur Weiterentwicklung der Lehre ausgetauscht.

In jedem Jahr wird die Auszeichnung zu einem besonderen Schwerpunkt vergeben. Im Wintersemester 2023/24 handelte es sich um das Thema „Nachhaltiges Lernen“.

 

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