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DZPG-Team fördert psychische Gesundheit der Bochumer Feuerwehr

Ruhr-Universität Bochum am 17. Dezember 2025

Die Situation am Arbeitsplatz ist entscheidend dafür, dass Mitarbeitende gesund und leistungsfähig bleiben. Die Bochumer Feuerwehr investiert deshalb aktiv in die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden: Sie hat eine Kooperation mit dem Bochumer Standort des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) ins Leben gerufen. Für vorerst sechs Monate bieten approbierte Psychotherapeutinnen Maßnahmen an, um psychische Belastungen in den Feuerwehrteams zu reduzieren und ihr Wohlbefinden zu stärken.

Das Foto zeigt (untere Reihe, v.l.) Simon Heußen, Leiter der Bochumer Feuerwehr, Prof. Dr. Silvia Schneider, Koordinatorin des DZPG-Standorts Bochum-Marburg, sowie (obere Reihe, v.l.) Ann-Kristin Klimm (UMH-Team), Philipp Schneider (Feuerwehr Bochum) und Dr. Lukka Popp (UMH-Projektleiterin). Bild: Bochumer Feuerwehr.

Grundlage der Arbeit sind Erkenntnisse aus dem DZPG-Projekt Urban Mental Health (UMH), das die psychische Gesundheit von Fachkräften fördert.

Dabei werden zunächst die spezifischen Belastungsfaktoren und Bedarfe der Mitarbeitenden erfragt. „Auf dieser Grundlage stellen wir maßgeschneiderte Interventionen zusammen, die sich in der Forschung als nachweislich wirksam erwiesen haben“, betont UMH-Projektleiterin Dr. Lukka Popp.

Die Schulungen steigern die psychische Gesundheitskompetenz der Mitarbeitenden der Bochumer Feuerwehr. „Dabei erheben wir kontinuierlich, wie wirksam einzelne Interventionen sind, und passen sie flexibel an“, betont Lukka Popp.

Am Ende gehe es darum, ein Konzept für die dauerhafte Anwendung zu entwickeln. Es soll Fehltage aufgrund psychischer Belastungen reduzieren. Denn in den vergangenen Jahren sei die Zahl der Ausfälle deutlich gestiegen, berichtet der Leiter der Bochumer Feuerwehr, Simon Heußen.

„Was die Kolleginnen und Kollegen als belastend empfinden, ist individuell sehr verschieden“, sagt er. Einerseits könnten herausfordernde Situationen in Einsätzen nachwirken. Daneben spielten aber auch private Sorgen und Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsalltag, etwa aufgrund des Geschlechts, eine Rolle. „Wir haben festgestellt, dass wir gegensteuern und in Prävention investieren müssen.“ Mit der neuen Kooperation baue man vorhandene Ansätze wie die internen Teams zur psychosozialen Unterstützung von Mitarbeitenden weiter aus.

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